Mother Road & Mother Nature

Entstanden als erste durchgehende Ost-West Verbindung der kontinentalen USA, feiert die Route 66 dieses Jahr ihr 100-jähriges Jubiläum. Höchste Zeit also auf die "Main Street of America" einzubiegen und in die vielseitigen und abwechslungsreichen Landschaften, Städte und spannenden Geschichten entlang der Strecke einzutauchen. Die legendäre Strasse zwischen Chicago und Santa Monica/Los Angeles zieht sich wie ein roter Faden durch diese Reise - Sie verlassen aber die bekannten und gut besuchten Pfade hin und wieder und erkunden unbekanntere Regionen, einmalige Launen der Natur und hinreissende Nationalparks.

In den Ozarks erwartet Sie eine charmante Mischung aus ursprünglicher Wildnis mit kristallklaren Seen, dichten Wäldern und sanften Hügelketten sowie entspannter Südstaaten-Atmosphäre. Die schneeweissen Gipsdünen im Süden New Mexicos wirken wie von einem anderen Planeten, während Sie in Oklahoma vielleicht der Legende von Sasquatch (Bigfoot) auf die Schliche kommen. Der Südwesten begeistert mit seinen vielen Naturwundern wie Joshua Trees, dem Grand Canyon, versteinerten Baumstämmen oder sternenklaren Nächten. Doch auch das klassische Route 66-Feeling kommt nicht zu kurz: Nostalgische Motels oder Tankstellen, skurrile Roadside Attraktionen, Vintage-Läden und Retro-Diners sowie Neonreklamen säumen den Weg und begleiten Sie auf Ihrem Weg durch 8 Bundesstaaten.

Im letzten Jahrhundert hat die "Mother Road" viele Menschen inspiriert, zum Träumen angeregt und vielseitige Geschichten geschrieben. Sei es als Motor für die Erschliessung des Westens mit dem Auto, als Antrieb für gesellschaftlichen Fortschritt, als Fluchtroute aus den verstaubten Prärien und nicht zuletzt als DAS Synonym für einen Roadtrip schlechthin. Erleben Sie die volle Bandbreite an US-Kultur; ohne dabei die grandiose Natur aus den Augen zu verlassen.

Reisedauer

25 Tage

Ab - Bis

Chicago - Santa Monica/Los Angeles

Willkommen am Lake Michigan und dem Startpunkt zur legendären Route 66. Die drittgrösste Stadt Amerikas begeistert ihre Gäste mit beeindruckender Architektur und vielfältigen Stadtvierteln. Darüber hinaus ist die «Windy City» bekannt für ihre lange Musikgeschichte (Blues, Jazz, House, Hip-Hop) sowie köstlichen Spezialitäten wie Deep Dish Pizza, Hot Dogs oder Popcorn. Flanieren Sie durch die meistens breit und grosszügig angelegten Strassen Downtowns und bestaunen Sie die spannenden Wolkenkratzer und Gebäude – oder sehen Sie sich diese gleich aus der Vogelperspektive an, von den Aussichtsplattformen im John Hancock Tower oder dem Willis Tower. Am Abend empfiehlt sich der Besuch einer Lounge oder Bar mit Live-Musik, z.B. im «Chicago Blues» oder der «Green Mill».

Falls Sie bereits das Reissen in die Natur verspüren, empfiehlt sich ein Spaziergang oder eine Velofahrt entlang dem Lakefront Trail. Der fast 30 km lange, autofreie Weg erstreckt sich entlang des Seeufers und führt vom Kathy Ostermann Beach im Norden der Stadt bis zum South Shore Beach. Dabei geniessen Sie das Rauschen der Wellen und fantastische Ausblicke auf die Skyline – im Sommer empfiehlt sich ein Sprung ins kühle Nass an einem der zahlreichen öffentlichen Strände entlang des Ufers. Der Weg führt ausserdem an einigen Sehenswürdigkeiten wie dem Navy Pier oder dem Museum Campus mit dem Field Museum, dem Adler Planetarium und dem Shedd Aquarium vorbei. Wer etwas zentraler bleiben aber trotzdem nicht auf ein kleines bisschen Natur verzichten möchte, sucht den Riverwalk auf. Dieser Fussweg entlang des Chicago Rivers verläuft mitten durch die Innenstadt und bietet eine nahgelegene Option für eine kurze Flucht vor dem lauten Stadttreiben.  

Heute startet Ihre grosse Reise an den Pazifik! Die Route 66 beginnt offiziell an der Michigan Avenue, direkt gegenüber vom Art Institute. Die legendäre Strasse startet übrigens nicht ohne Grund hier: Anfang des 20. Jahrhunderts war Chicago bereits eine der grössten Städte der USA und ein wichtiges Zentrum für Industrie, Handel und Verkehr. Sowohl verschiedene Highways an die Ostküste wie auch Bahnverbindungen führten durch den Knotenpunkt am Lake Michigan, so war es nur logisch, auch die Strassenverbindung in den Westen über Chicago zu planen. Die Strasse sollte Handel und Wirtschaft in kleinen Orten entlang der Strecke fördern und gleichzeitig wichtige Städte wie Chicago, St. Louis, Tulsa, Oklahoma City, Amarillo, Albuquerque, Flagstaff oder Los Angeles, welche bis anhin nur über ein Netz aus lokalen Kies- und Pflaster-Strassen zu erreichen waren, mit einer durchgehenden Ost-West-Verbindung miteinander verbinden. Ausserdem konnten Produkte aus ländlichen und landwirtschaftlichen Gebieten so schneller zu Märkten und in grosse Städte transportiert werden, Fabriken wiederum kamen einfacher zu ihren Rohstoffen.

Bereits kurz nach dem Verlassen der Stadt erreichen Sie den charmanten Ort Joliet, wo Sie im Old Joliet Prison spannende Einblicke in die Geschichte der Strafjustiz von Illinois erhalten: Berüchtigte Insassen und Schauplatz von gewagten Fluchtversuchen und zudem Drehort für weltbekannte Serien und Filme wie «Prison Break» oder «The Blues Brothers». Etwas weiter südlich treffen Sie auf den «Gemini Giant» in Wimington, der ersten grossen «Road Attraction». Solchen überlebensgrossen Figuren und Statuen, schrägen Museen oder kuriosen Fotostopps werden Sie auf Ihrer Reise immer wieder begegnen. Sie dienten einst als Marketingstrategie, um die Aufmerksamkeit vorbeifahrender Reisender zu gewinnen. Je kurioser und grösser, desto besser – ein Stück amerikanischer Nostalgie, das bis heute erhalten geblieben ist. Auf der Weiterfahrt kommen Sie an zahlreichen Murals (Wandmalereien) vorbei, zum Beispiel in Pontiac, wo sich das grösste Mural entlang der Strecke befindet («Route 66 Shield» Mural) oder in Granite City, wo zahlreiche Murals und Neon-Schilder Sie direkt in die 1950er- und 60er Jahre zurückversetzen.

In Springfield (Illinois) lohnt es sich, etwas mehr Zeit einzuplanen: Die Route 66 Carpenter Park Alignment Tour, die Bob Waldmire Art Exhibition oder die Abraham Lincoln Presidential Library bieten faszinierende Einblicke in die Geschichte und Kultur. Auch kulinarisch kommt man in Springfield voll auf seine Kosten! Ein Besuch im Cozy Dog Drive In – dem Geburtsort des Corn Dogs – ist beinahe Pflicht für Route-66-Reisende. Ebenso empfehlenswert ist das Roadside-Restaurant «Motorheads», welches neben amerikanischen Menus auch Souvenirs und eine Autoausstellung im Stil der 1950er-Jahre zeigt.

Die Stadt am Zusammenfluss von Mississippi und Missouri River ist das historische «Tor zum Westen». Dies symbolisiert auch das bekannteste Bauwerk der Stadt, der Gateway Arch. Durch eine etwas abenteuerliche Fahrt in kleinen Kabinen können Sie sogar auf den Arch hinauffahren und eine tolle Aussicht über die Stadt und den Mississippi geniessen sowie noch einmal zurück nach Illinois schauen. Wieder unten angekommen, empfiehlt sich der Besuch des hauseigenen Museums, hier wird sehr viel wissenswertes über die Expansion in den Westen und die Rolle von St. Louis bei derjenigen vermittelt. Wer noch mehr über das Thema lernen möchte, dem sei ein Besuch im Missouri History Museum empfohlen. Für aktivere Erlebnisse bietet das City Museum mit Rutschen, Klettermöglichkeiten und anderem lustigen Klamauk viel Spass und Action für Gross und Klein, während für Outdoor Fans im weitläufigen Forest Park auf ihre Kosten kommen. Oder unternehmen Sie eine Kayaktour auf dem Mississippi!

Bevor Sie St. Louis verlassen, sollten Sie unbedingt einen Stopp beim Familienunternehmen Ted Drewes Frozen Custards einplanen. Bei dieser lokalen Institution erhalten Sie das volle Programm US-Route 66-Kultur: Drive-In Stil, Retro Flair und grosse Portionen. Frozen Custard ist ähnlich wie Eiscreme, jedoch mit mehr Eigelb, was die Süssspeise cremiger macht. Der Klassiker ist «Concrete», ein so dichter und mit Toppings überzogener Frozen Custard, dass er kopfüber gehalten werden kann ohne auszulaufen. 

Auf der heutigen Etappe fahren Sie einmal quer durch den Bundesstaat Missouri. Die Landschaft ist zunächst eher flach und von Landwirtschaft geprägt. Weite Felder, sanfte Hügel und Flusstäler sind typisch für Missouri. Unterwegs lohnt sich zum Beispiel ein Halt in Cuba und ein Imbiss beim ikonischen «Shelly’s Route 66 Cafe» oder – für ein fantastisches BBQ – bei «Missouri Hick Barbeque». Etwa auf halbem Weg nach Springfield kommen Sie in St. Robert vorbei, wo 2025 ein neuer «Neon Park» mit vielen ikonischen Neon-Schildern eröffnet hat.

Die heutige Übernachtung verbringen Sie in Springfield, Missouri – dem «Birthplace» der Mother Road. Hier wurde die Idee einer transkontinentalen Strasse zum ersten Mal vorgeschlagen und die Strasse zum ersten Mal offiziell beschildert. Mit Roadside Attractions wie der grössten Gabel der Welt, Museen – wenn Sie sich für Autos interessieren, sollten Sie unbedingt das Route 66 Car Museum besuchen – und einem historischen Stadtteil mit alten Gebäuden und Theater versprüht Springfield eine Menge Flair und Americana.

Heute verlassen Sie die Route 66 ein erstes Mal für einen Abstecher in die nahgelegene Natur. Zuerst jedoch empfehlen wir Ihnen noch einen Besuch bei Gary’s Gay Parita, einer Institution aus vergangenen Zeiten. Die alte Tankstelle und ehemalige Werkstatt war in der Blütezeit der Route 66 weit und breit die einzige Werkstatt und kommt heute wunderschön restauriert am Ortseingang von Halltown bei Springfield daher.

Die Ozarks sind zwar nicht so weltberühmt wie die Rockies oder die Appalachen, bestechen aber mit genauso grandioser Natur. Das weitläufige Plateau ist gezeichnet von sanften bis steilen Hügeln, tief eingeschnittenen Flüssen und dichten Wäldern. Ideale Bedingungen für Aktivitäten im Freien, Vogelbeobachtung oder Fotografie und Naturerkundung. Glasklare Flüsse wie der Buffalo River (Arkansas) und grosse Seen wie der Table Rock Lake (Missouri) laden zum Kanu- und Kajakfahren ein, die umliegenden Hügel und Wälder bieten zahlreiche Wanderwege mit Panoramablicken sowie Mountainbike-Trails und für Adrenalin-hungrige gibt es hoch über dem Wald Ziplines und Seilrutschen. Im Herbst strahlt die ganze Region in prächtigen Farben, besonders bei den Ahorn-, Eichen- und Hickorybäumen.

Besonders familienfreundlich ist Branson mit seinen vielen Attraktionen und Freizeitparks sowie einem regen Nachtleben und grossem Angebot an Unterhaltung. Wer lieber etwas mehr Ruhe sucht, übernachtet in Fayetteville in Arkansas. Letzteres liegt im Zentrum der Ozarks in Arkansas und bildet das kulturelle Herz der Region, mit einem malerischen Mix aus Natur, alten Farmen, Kunst und lokaler Musik. Nahe bei Fayetteville liegt auch der Devil’s Den State Park, welcher für beeindruckende Felsformationen, Höhlen und dichte Wälder bekannt ist.

Durch die westlichen Ausläufer des Plateaus schlängeln Sie sich heute dem Bundesstaat Oklahoma entgegen. Die Strecke ist landschaftlich sehr abwechslungsreich und bietet viele Gelegenheiten für Fotostopps und Naturerlebnisse. Während zu Beginn noch die bewaldeten Hügel, Flussläufe und Seen der Ozarks dominieren, öffnen sich die Hügel später zu grösseren Tälern und landwirtschaftlich genutzten Flächen mit Feldern, Weiden und einzelnen weit verstreuten Farmen. Kurz vor der Grenze nach Oklahoma beginnt die Landschaft in die Ouachita Mountains überzugehen. Die Hügel werden wieder stärker bewaldet, die Strassen folgen Flussläufen und Schluchten mit steilem Anstieg. Wer sich nicht vor einem Abstecher scheut, dem sei der Crater of Diamonds State Park empfohlen – der einzige Ort weltweit, wo Sie selber ganz legal Diamanten suchen (und behalten!) dürfen. Wir wünschen viel Glück!

Am Ziel angekommen, ist die Landschaft geprägt von dichten Wäldern, Seen und Bächen, insbesondere vom Broken Bow Lake und dem Mountain Fork River. Sie verbringen zwei Nächte in diesem Naturparadies inmitten der Choctaw Nation – Halito!

Für den Aufenthalt im Choctaw Country empfehlen wir Ihnen eine Lodge oder ein Cabin in der Region Broken Bow / Beavers Bend State Park. Wachen Sie morgens zu Vogelgezwitscher und Nebelschwaden über dem Broken Bow Lake auf und verbringen Sie einen ganzen Tag in diesem unberührten Paradies. Sei es bei einer Wanderung, einer Boots-, Kayak- oder Kanufahrt auf dem See, beim Biken oder beim Angeln und Fliegenfischen in der Region. Die Landschaft bietet eine ruhige, unberührte Natur mit Nadel- und Laubwäldern, Flussläufen und Wasserfällen. Besonders auffällig sind die weiten Wasserflächen des Sees, die von bewaldeten Ufern eingerahmt werden und zahlreiche Gelegenheiten zur Tierbeobachtung bieten, zum Beispiel für Weisswedelhirsche, Adler, Waschbären und verschiedene Vogelarten. Am Abend bietet die abgelegene und dünn besiedelte Region ideale Bedingungen für einen klaren Sternenhimmel. Lassen Sie den Tag bei Marshmallows über dem Lagerfeuer und dem Blick ans Firmament ausklingen.

Die Region sei übrigens auch bekannt für Sichtungen des mysteriösen Sasquatch (Bigfoot). Mit seinen dichten Wäldern, abgelegenen Wanderwegen und seiner ruhigen Bergatmosphäre hat der Beavers Bend State Park seit langem die Fantasie beflügelt. Viele sagen, dass die abgelegenen Ecken des Parks das perfekte Versteck für eine Kreatur wie Sasquatch bieten. Ob Sie nun durch den Wald wandern oder unter dem Sternenhimmel campen, halten Sie auf jeden Fall die Augen offen…

Die heutige Fahrt bringt Sie wieder zurück auf die eigentliche Route 66 und nach Tulsa. Vorher passieren Sie jedoch historisch und kulturell bedeutende Gebiete der Choctaw und benachbarter Stämme, wobei die Präsenz der Cherokee und Creek (Muskogee) im weiteren Verlauf der Fahrt besonders in kleinen Städten, Kulturzentren und historischen Orten sichtbar wird. Sie alle, auch die Choctaw, sind aber nicht seit immer in Oklahoma angesiedelt. Sie wurden, wie auch einige andere Stämme, mittels dem Indian Removal Act von 1830 nach Oklahoma deportiert und umgesiedelt, damit in den fruchtbaren Gebieten im Osten und Süden der Vereinigten Staaten Platz für weisse Siedler gemacht werden konnte. So wurden sie ins karge “Indian Territory” (das heutige Oklahoma) umgesiedelt, auf der Reise dorthin starben viele Indigene an Krankheiten, Hunger oder Erschöpfung. Diese Zwangsumsiedlung ist auch als “Trail of Tears” bekannt. Die Choctaw Nation of Oklahoma ist heute eine der grössten anerkannten indigenen Nationen in den USA mit eigener Regierung und Verwaltung. 

Nach einem historischen Exkurs finden Sie sich anschliessend wieder in urbanerem Gebiet wieder. Tulsa ist eine schmucke Stadt, die im frühen 20. Jahrhundert als “Oil Capital of the World” bekannt wurde. Die Ölblüte brachte Reichtum, prunkvolle Gebäude und prächtige Art-Déco-Architektur in die Innenstadt. Zudem hat die Stadt eine eigene Musiktradition zwischen Blues, Country und Rock – den Tulsa Sound. Clubs wie der Cain’s Ballroom und die Mercury Lounge oder natürlich die Oklahoma Jazz Hall of Fame bieten Live-Musik in historischem Ambiente. Ein bekannter Sprössling Oklahomas ist der Singer-Songwriter Woody Guthrie, über wessen Leben es in der Stadt ein Museum und Archiv gibt.

Mit dem wachsenden Automobilverkehr wurde die Route 66 zu einem Symbol für Freiheit, Mobilität und Selbstbestimmung – und wirtschaftlicher Bedeutung. Oklahoma war einer der ersten Bundesstaaten, welcher die Route 66 komplett durchquerte und Städte wie Tulsa, El Reno oder Oklahoma profitierten stark vom Verkehr. Entlang der Strecke entstanden Tankstellen, Motels, Diners, Roadside-Attraktionen, Werkstätten und kleine Geschäfte – eine völlig neue Strassenkultur, die ohne das Auto nicht denkbar gewesen wäre. In Literatur, Musik und Film wurde sie zum Mythos, der für den amerikanischen Traum vom Aufbruch und der persönlichen Freiheit steht. Ohne das Auto hätte die Route 66 nie ihre wirtschaftliche Bedeutung und ihre enorme kulturelle Strahlkraft entwickelt – und ohne die Route 66 wäre die frühe amerikanische Autokultur nicht das geworden, was sie heute ist.

Der Verlauf der Strasse wurde übrigens auch mehrmals geändert, zudem sind einige Abschnitte heute nicht mehr befahrbar oder liegen auf privatem Grund. Doch zwischen Tulsa und Oklahoma City fahren Sie auf einem der längsten zusammenhängenden, noch existierenden Originalabschnitte. Die Fahrt über Farmland in Zentral-Oklahoma heute ist aber nicht sehr weit, sodass Sie am Nachmittag noch die Stadt erkunden können. Ein Highlight ist definitiv das National Cowboy & Western Heritage Museum, welches sich der Western-Kultur und komplexen Geschichte in Oklahoma widmet und eines der grössten seiner Art ist. Danach lässt sich der Tag wunderbar in Bricktown, einem historischen Lagerhausviertel mit Kanälen, Live-Musik und Restaurants, ausklingen. Natürlich zelebriert auch Oklahoma City seine Route 66 Tradition mit Drive-Ins, Diners und Motels welche an die Blütezeit der Autokultur erinnern.

Während die Route 66 bei den meisten für den Inbegriff des amerikanischen Traums und für Aufbruch, Freiheit und neue Chancen steht, war die Route 66 für viele Menschen aus dem Mittleren Westen hingegen ein Symbol für Hoffnung, Flucht und Neuanfang. Die «Dust-Bowl-Katastrophe» in den 1930er Jahren zerstörte viele landwirtschaftlich genutzte Gebiete in den zentralen Ebenen der USA. Eine Kombination aus extremer Dürre und menschlicher Fehlbewirtschaftung (unzureichende Pflege, Überweidung) führte dazu, dass die starken Winde der Great Plains fruchtbare Bodenschichten schlicht wegwehten. Da riesige Flächen umgepflügt und nun mit Weizen und anderen Hülsenfrüchten – statt dem ursprünglichen, natürlichen Grasland mit tiefen Wurzeln – bestellt wurden, verlor der Boden an Stabilität und Bindungskraft. Der Wind konnte so die obersten Schichten kilometerweit durch die Luft tragen und dichte Staubwolken bilden, die ganze Städte verdunkelten. In der Folge verschuldeten sich Hunderttausende, verloren ihre Grundstücke an Grossbanken und verliessen schlussendlich ihre Farmen – und zogen auf der damals relativ neuen Route 66 in Richtung Westen und Kalifornien, um dort nach neuer Arbeit, fruchtbarem Land und einem neuen Leben zu suchen. Die Strasse bot eine verlässliche Route für Migration und war schneller, sicherer und direkter als die alten Landwege. So wurde die Route 66 zur «Mother Road», der Lebensader für tausende Familien aus den Staubgebieten des Mittleren Westens. Statt der erhofften gut bezahlten Arbeit, trafen viele «Okies», wie die Neuankömmlinge in Kalifornien abwertend genannt wurden, jedoch auf Ausbeutung, Hunger und Fremdenfeindlichkeit. In Clinton steht das sehenswerte Oklahoma Route 66 Museum, welches auch die Dust-Bowl-Zeit dokumentiert, wer mehr über diese Katastrophe lernen möchte, dem sei das Buch «Früchte des Zorns» (The Grapes of Wrath, 1939) von John Steinbeck empfohlen.

Die Landschaft auf der heutigen Etappe steht sinnbildlich für die Weite und Einsamkeit der amerikanischen Great Plains. Die Vegetation wird spärlicher, die Farben wechseln von sattem Grün zu Ocker-, Sand- und Rosttönen und die endlose, fast horizontale Prärie lassen den Himmel riesig wirken. Das westliche Oklahoma und der Texas-Panhandle vermitteln noch heute anschaulich, wie die Staubstürme damals wirken konnten. Je näher Sie an Amarillo kommen, desto mehr dominiert das Gefühl von Weite und die Strasse verläuft schnurgerade bis an den Horizont.

Unternehmen Sie heute einen Ausflug an den zweitgrössten Canyon der USA, den Palo Duro Canyon. Er liegt nur rund eine halbe Stunde ausserhalb von Amarillo und ist ein echtes Naturhighlight. Ob Wandern, Reiten oder einfach die Landschaft geniessen, der «Grand Canyon of Texas» begeistert mit farbenfrohen Ausblicken und am Abend mit einem klaren Nachthimmel und guten Möglichkeiten für Sternbeobachtungen.

Etwas ausserhalb von Amarillo liegt die «Cadillac Ranch». Eine Kunstinstallation mit 10 halb vergrabenen Cadillacs, die senkrecht aus dem Boden ragen. Übrigens ist es erlaubt, die alten Autos selber weiter zu verschönern, also am besten eine Spraydose einpacken! Im Route 66 Historic District in Amarillo selber gibt es hingegen wieder das kultige Route 66-Flair mit Antikläden, Murals, Cafés und Neon-Schildern. Am Abend locken hier einige Bars mit Live-Musik und ein reges Nachtleben. Oder Sie beschliessen ihren Tag im «Lone Star State» und dem Texas Panhandle klassisch in einem Steakhouse.

Heute steht eine lange Etappe an, aber es lohnt sich – am Abend werden Sie sich an den Toren zu einem faszinierenden Nationalpark wiederfinden. Aber zuerst füllen Sie ihren Tank, denn heute geht es über lange Geraden durch die weiträumige Prärie und einsame Wüste. Einige werden sich wohl an «Cars» erinnert fühlen in dieser Gegend, diese Landschaft hier ist nämlich auch die Inspiration für die fiktive Kleinstadt «Radiator Springs» an der Route 66 aus dem Film.

Sie haben heute die Wahl zwischen zwei Routen; entweder einen Teil weiter auf der Originalstrecke und via Tucumcari, einem typischen Route-66 Städtchen mit Retro-Western-Style, Neon-Signs und historischen Motels. Alternativ verlassen Sie die Route 66 schon bei Amarillo und fahren dafür die etwas direktere Strecke quer durch viel flaches, offenes Land, vorbei an grossen Rinderfarmen und vereinzelten kleinen Städten. Die Strasse ist oft gerade, endlose Horizonte und teilweise über hundert Kilometer ohne nennenswerte Infrastruktur. Für einen Zwischenhalt auf der langen Strecke bietet sich Roswell an. Die Stadt erlangte durch einen angeblichen UFO-Zwischenfall im Jahr 1947 internationale Aufmerksamkeit. Heute ist die Stadt vollständig dem Thema Aliens verfallen. Von kleinen Läden über Eisdielen oder Fotospots, definitiv ein witziger Ort, um sich die Beine zu vertreten! Ein kurzer Besuch lohnt sich auch im International UFO Museum & Research Center, einem kleinen Museum, welches vor allem dem Vorfall von 1947 gewidmet ist. Auf der Weiterfahrt nach Alamogordo tauchen anschliessend trockene Flussbetten und vereinzelte Mesquite- und Yucca-Pflanzen auf. Je näher Sie sich Alamogordo kommen, desto bergiger wird die Region und die ersten weissen Dünen tauchen auf.

Nach dem langen Fahrtag gestern können Sie heute auch gut etwas gemütlicher und später aufstehen. Denn der White Sands Nationalpark liegt direkt vor ihrer Haustür. Für den Scenic Drive und ein paar Spaziergänge in den Dünen reichen Ihnen auch schon 2-3 Stunden. Wer gerne etwas länger bleiben möchte findet diverse Möglichkeiten für Erlebnisse im Nationalpark. Mehrere Wanderungen führen durch die faszinierenden Dünen, aber es wird auch Sandboard und Schlitten auf den Dünen gefahren. Die strahlend weissen Dünen sind aus Gips und sind wegen der Austrocknung von prähistorischen Seen und dem stetigen Einfluss des Windes entstanden.

Zwischen den sanft gewellten Dünen gedeihen überraschend robuste Pflanzen wie die hochwachsende Soaptree-Yucca oder tief verwurzelte Wüstensträucher, die sich perfekt an die kargen Bedingungen angepasst haben. Auch die Tierwelt zeigt besondere Überlebensstrategien: Viele der hier lebenden Echsen, Insekten und Kleinsäuger sind hell gefärbt und nahezu unsichtbar im weissen Sand. Der Park ist damit nicht nur ein landschaftliches Highlight, sondern auch ein faszinierendes Beispiel für Naturanpassung in einer extremen Umgebung.

Besonders beim Sonnenuntergang entfaltet der White Sands seine magische Anziehungskraft. Die Dünen reflektieren das warme Licht, wodurch die sonst strahlend weissen Flächen golden, rosa und orange schimmern. Die Kombination aus Ruhe, Weite und dem Farbenspiel ist einmalig.

Die Fahrt von Alamogordo quer durch den Bundesstaat New Mexico führt durch Wüstenlandschaft, Bergpanoramen und typische Southwest-Atmosphäre. Unterwegs bieten sich Stopps beim Valley of Fires Recreation Area – einem 5'000 Jahre alten Lavafeld mit schwarzer, zerklüfteter Landschaft – oder in Socorro an. Hier können Sie zum Beispiel nach dem Mittagessen einen Abstecher ins Bosque del Apache National Wildlife Refugee unternehmen, ein wunderschönes Feuchtgebiet mitten in der Wüste.

Wer sich für Raumfahrt interessiert, bleibt dagegen noch etwas länger in Alamogordo und besucht das New Mexico Museum of Space History. Mit Ausstellungen zur Raumfahrt, einem Planetarium und historischen Flug- und Raketenausstellungsstücken begeistert das Museum Gross und Klein. Alamogordo liegt direkt neben dem White Sands Missile Range, einem der grössten Testgelände für Raketen und Waffen in den USA, hier in der Umgebung wurde auch die erste Atombombe gezündet (Trinity 1945). Die Gegend war ein zentraler Ort für die Entwicklung von Raketen, Ballistik und Raumfahrttests.

In Albuquerque empfehlen wir Ihnen die Übernachtung in einem restaurierten, ikonischen Route 66 Motel. Albuquerque hat eines der authentischsten Route‑66-Flairs in den USA und die Stadt hat viel dafür getan, diesen Charme zu bewahren und teilweise zu restaurieren. Entlang der Strasse findet man bunte Neon-Schilder, Retro-Diners, Tankstellen und kleine Shops, die das Gefühl der 1950er und 60er Jahre vermitteln.

Wer einen spektakulären Blick auf die Stadt und die Wüstenlandschaft erhaschen möchte, fährt mit der Sandia Peak Tramway auf den gleichnamigen Berg. Oben warten verschiedene Wanderwege und bei schönem Wetter eine weite Aussicht ins Rio Grande Valley. Wer in den Wintermonaten hier ist, hat zudem gute Chancen an einer Heissluftballonfahrt teilnehmen zu können. Albuquerque ist nämlich weltberühmt für das jährlich im Oktober stattfindende grösste Heissluftballonfestival der Welt. Fahrten in den bunten Ballons sind aber auch ausserhalb dieses Festivals möglich.

Albuquerque wurde 1706 von spanischen Siedlern gegründet, liegt aber in einem Gebiet, das seit Jahrhunderten von Pueblo-Völkern bewohnt wird. Die Pueblos wie Sandia, Santa Ana oder Isleta hatten bereits komplexe Dörfer, Landwirtschaftssysteme und Handelsnetzwerke etabliert, bevor die spanischen Kolonialisten kamen. Die Altstadt spiegelt heute das spanische Erbe wider, während die Nähe zu den Pueblos und die starke Präsenz der Native-Kultur Albuquerque einen einzigartigen kulturellen Mix verleihen. Ein Muss ist das Indian Pueblo Cultural Center, wo die Geschichte, Kunst und Traditionen der 19 Pueblo-Stämme New Mexicos beleuchtet werden. Wer lokale Handwerkskunst sucht, findet hier Schmuck, Töpferware und Textilien von diversen Stämmen. Für eine intensivere Auseinandersetzung mit der Native Kultur empfehlen wir einen Ausflug nach Santa Fe zu unternehmen. Mit dem Museum of Indian Arts & Culture sowie dem Santa Fe Indian Market mit einer grossen Sammlung von Kunsthandwerk, Schmuck und Textilien sowie vielen nahegelegenen Pueblos bietet die Stadt viele Möglichkeiten, sich mit der indigenen Bevölkerung auseinanderzusetzen.

Wer sich für einen Tageausflug nach Santa Fe entscheidet, kann diesen auch wunderbar mit einem Besuch des Georgia O’Keeffe Museum kombinieren. Die Berge, Canyons und die einzigartige Wüstenlandschaft New Mexicos prägen ihre Gemälde, vor allem ihre Blumenbilder, Knochenstudien und Landschaften. Sie wird oft mit der Darstellung der klaren, leuchtenden Farben und Formen des Südwestens in Verbindung gebracht.

Der Abend lässt sich danach im Städtchen und zwischen leuchtenden Neon-Schildern verbringen – es fühlt sich an wie eine kleine Zeitreise in die amerikanische Roadtrip-Ära.

Je weiter Sie nach Westen fahren, desto häufiger tauchen rote Felsen, Mesas und vereinzelte Hügelketten auf, während die Navajo Nation immer näher rückt. Die Strasse verläuft meist gerade durch diese karge, aber beeindruckende Landschaft, gespickt mit Retro-Motels, klassischen Diners und gelegentlichen Aussichtspunkten – ein perfektes Stück klassischer Route-66-Roadtrip, das die Weite, Stille und Schönheit des Südwestens erlebbar macht.

Gallup – das “Gateway to Native America” – ist bekannt für traditionelle Kunstmärkte, Schmuckgeschäfte und Handwerksläden, in denen Menschen der Navajo- und Zuni-Stämme Teppiche, Schmuckstücke und Skulpturen verkaufen. Die Stadt bietet zudem optimale Gelegenheiten, um tiefer in die Kultur dieser beiden Stämme einzutauchen.

Als Abschluss des heutigen Tages und zur Begrüssung in Arizona fahren Sie vor Holbrook durch den faszinierenden Petrified Forest Nationalpark. Er ist berühmt für seine versteinerten Bäume, die vor rund 225 Millionen Jahren entstanden sind, als uralte Wälder unter Sedimenten begraben und über Jahrmillionen mineralisiert wurden. Neben den versteinerten Baumstämmen gibt es hier Felszeichnungen (Petroglyphen) und Überreste prähistorischer Siedlungen, die Zeugnis der frühen NativeKulturen der Region ablegen. Zahlreiche Wanderwege und Aussichtspunkte ermöglichen es, sowohl die spektakulären geologischen Formationen als auch die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt zu entdecken.

Die Fahrt von Holbrook nach Sedona entlang dem südlichen Rand des Colorado Plateaus führt zunächst nach Winslow, einer kleinen Stadt, die durch das Lied „Take It Easy“ der Eagles berühmt wurde und wieder den klassischen Route-66-Charme versprüht. Ab dort empfehlen wir auf die Blue Ridge Road abzubiegen, welche weniger befahren, als die Hauptstrecke über Flagstaff, ist und die Fahrt daher besonders ruhig und naturnah macht. Bald schon öffnet sich die Aussicht zu einer Wüsten- und Canyonlandschaft und schlängelt sich durch sanfte Hügel, ausgedehnte Wälder und rote Felsformationen, die langsam den charakteristischen Red Rock-Look ankündigen. Unterwegs bieten sich immer wieder Aussichtspunkte und Fotomotive auf Mesas, spitze Felsen und weitläufige Täler. Kurz vor Sedona steigt die Strasse an und die berühmten leuchtend roten Felsen tauchen plötzlich in voller Pracht auf – ein landschaftlicher Höhepunkt.

Leuchten tun in Sedona aber nicht nur die roten Felsen – sondern auch der spektakuläre Nachthimmel! Die Region wurde offiziell als Dark Sky Community anerkannt, was bedeutet, dass Beleuchtungsvorschriften und Schutzmassnahmen den Himmel vor Lichtverschmutzung bewahren. Nach Einbruch der Dunkelheit entfaltet sich ein spektakuläres Sternenpanorama, das die Milchstrasse, Planeten und unzählige Sterne sichtbar macht.

Sedona selbst ist ein Hotspot für Outdoor-Enthusiasten, aber auch für die Suche nach Ruhe und Spiritualität. Die Stadt selbst besticht durch Galerien, kleine Boutiquen, Cafés und Restaurants, die den entspannten, kreativen Lebensstil widerspiegeln.

Durch den Oak Creek Canyon, welcher die rote Felsenlandschaft Sedonas mit den bewaldeten Höhen rund um Flagstaff und Williams verbindet, fahren Sie wieder zurück auf die Originalstrecke der Route 66. Im tief eingeschnittenen, schmalen Canyon schlängelt sich die Strasse durch dichten Kiefernwald, vorbei an steilen Klippen und kristallklaren Bächen, die in den Oak Creek münden. Immer wieder eröffnen sich Aussichtspunkte, die den Wechsel von roten Felsen zu grünen Wäldern dramatisch zeigen.

Für einen Zwischenstopp bietet sich Flagstaff ideal an. Die charmante Altstadt mit Restaurants, Cafés und kleinen Shops sowie einige lokale Brauereien und Boutiquen laden zum verweilen ein. Anschliessend ist die Fahrt nach Williams nur noch kurz. Wir empfehlen Ihnen hier die Übernachtung in einem Cabin mit einem modern angehauchten, aber trotzdem authentischen Old West Feeling. Selbstverständlich ist es auch möglich, direkt beim Grand Canyon zu übernachten. Wir empfehlen Ihnen jedoch im etwas ruhigeren Williams Ihre "Zelte" aufzuschlagen und am nächsten Tag einen Ausflug zum einmaligen Naturwunder zu unternehmen.

Wir legen Ihnen ans Herz heute früh aufzustehen, um möglichst viel Zeit aus Ihrem Ausflug herauszuholen und die Menschenmassen etwas zu umgehen. Die Fahrt an den South Rim (südlicher Rand) des Grand Canyons dauert ca. 1-1.5 Stunden pro Weg, unterwegs geniessen Sie tolle Ausblicke auf das Kaibab-Plateau. Angekommen am South Rim können Sie einen der zahlreichen Aussichtspunkte ansteuern oder eine Wanderung unternehmen. Die Ausblicke in die imposante Schlucht, welche durch Jahrmillionen lange Erosion und Witterung entstanden ist, sind fantastisch. Wer mehr über die interessante Geologie – in den steilen Wänden sind bis zu 1.8 Milliarden Jahre alte Gesteinsschichten sichtbar – lernen möchte, ist im Yavapai Geology Museum sicherlich gut aufgehoben. Für einen weiteren atemberaubenden Blick in die Tiefe empfiehlt sich einer der zahlreich angebotenen Helikopter-Rundflüge.

Eine andere Möglichkeit von Williams an den Grand Canyon zu reisen bietet die historische «Grand Canyon Railway». Die rund 2-stündige Zugfahrt ist für sich schon ein Erlebnis: Die nostalgischen Waggons und historischen Dampflokomotiven versetzen Reisende zurück in die Zeit der frühen 1900er Jahre. Unterwegs kann man die landschaftliche Vielfalt der Kaibab National Forests geniessen und Live-Entertainment an Bord, z.B. Old West-Acts, lassen die Fahrt kurzweilig wirken.

Die Fahrt von Williams nach Kingman führt direkt durch das klassische Route-66-Land Arizonas und ist ein Höhepunkt für Nostalgie- und Roadtrip-Fans. Seligman selbst gilt als eine der ursprünglichsten Route-66-Ortschaften, mit alten Motels, Diners und bunten Neon-Schildern, die die „Mother Road“ lebendig halten. Die Strecke verläuft durch offene Wüstenlandschaften, kleine Hügelketten und karge Ebenen, unterbrochen von vereinzelten historischen Orten und Roadside-Attraktionen. Unterwegs kommt man an Retro-Diners, alten Tankstellen und souvenirreichen Trading Posts vorbei, die die Geschichte der Route 66 und das Lebensgefühl der Roadtrip-Ära vermitteln. Kurz vor Kingman öffnen sich die Ebenen und man bekommt einen ersten Blick auf die Ausläufer des Mojave-Wüstengebietes, während die historische Stadt Kingman als Tor zum Westen Arizonas und Ausgangspunkt für weitere Entdeckungen wie das Hoover Dam-Gebiet einlädt.

Heute übernachten Sie am besten in einem Retro Airstream-Wohnwagen direkt an der Route 66, um zum Abschluss die legendäre Strasse noch einmal richtig zu zelebrieren.

Statt entlang der eigentlichen Strecke der «Mother Road» via Barstow entlang zu fahren, legen Sie zum Abschluss nochmal einen Abstecher zu einem weiteren Natur-Highlight ein: Den Joshua Tree Nationalpark. Auf dem Weg dorthin besuchen Sie den Lake Havasu an der Grenze zwischen Arizona und Kalifornien. Der See entstand in den 1930er Jahren durch den Bau des Parker-Damms am Colorado River und bietet heute Möglichkeiten zum Bootfahren, Angeln, Schwimmen und Wassersport und ist ein beliebtes Erholungsgebiet in der Mojave-Wüste.

Der Joshua Tree Nationalpark in Südkalifornien ist berühmt für seine einzigartige Wüstenlandschaft und die markanten Joshua-Bäume, die dem Park seinen Namen geben. Die Gegend liegt am Schnittpunkt der Mojave- und Colorado-Wüste, wodurch sie eine faszinierende Mischung aus Felsformationen, Kakteen und ungewöhnlicher Flora bietet. Hier bieten sich wiederum fantastische Gelegenheiten für Sternbeobachtungen und wunderbare Sonnenauf- und -untergänge zwischen bizarren Felsblöcken und den skurrilen Bäumen. Zum Abschluss in der Wüste empfehlen wir Ihnen heute die Übernachtung in einem freistehenden Cabin in der Natur. 

Die letzte Etappe ist nicht mehr weit und führt über die San Bernardino Mountains in den Grossraum von Los Angeles, wo Sie für die letzten Kilometer wieder auf die Originalstrecke der Route 66 einbiegen. Das offizielle Ende der «Mother Road» liegt am Santa Monica Pier, direkt am Ufer des Pazifiks. Sie haben es geschafft! Über 4’500 Kilometer und durch 8 Bundesstaaten sind Sie am Ziel angekommen – herzliche Gratulation!

Für den Abschluss dieser langen Reise können Sie entweder zentral in Los Angeles (z.B. Hollywood, Downtown) oder etwas entspannter am Meer in Santa Monica oder den südlicher gelegenen Stränden wohnen. Die Stadt der Engel bietet sowohl kulturell vieles – allen voran natürlich die Unterhaltungsindustrie mit Hollywood, Universal Studios und dem Glamour der Beverly Hills. Daneben laden aber auch die langen Strandpromenaden von Santa Monica und Venice Beach zum flanieren ein.

Erkunden Sie zum Abschluss der Reise L.A. in all seinen Facetten. Laufen Sie über den Walk of Fame oder besuchen Sie die Universal Studios. Die Stadt bietet aber auch spannende Museen, bunte Stadtviertel wie Downtown oder Little Tokyo und eine lebendige Gastronomie- und Barszene, die von internationalen Küchen bis zu trendigen Craft-Brauereien reicht.

Für Outdoor-Fans empfehlen sich diverse Wanderungen in den Hollywood Hills – teilweise mit einmaligen Aussichten auf die Stadt und das berühmte Hollywood Sign. Vom Griffith Observatory geniessen Sie einen ebenso tollen Blick auf die Skyline wie von einem der Hochhäuser in Downtown. Für einen Kontrast zur urbanen Metropolregion machen Sie einen Ausflug auf die Channel Islands. Fähren starten meistens von Ventura und vor Ort bieten sich Möglichkeiten für Wanderungen, Schnorcheln oder Kayakfahren und dabei gute Chancen auf Sichtungen von Wildtieren wie Seeelefanten, Pelikanen oder Delfinen und Walen.

Ende der Reise und individuelle Heim- oder Weiterreise.

Preise

Preis pro Person im Doppelzimmer ab CHF 2’520.–

Hinweis

Die Preise variieren je nach Saison. Gerne machen wir Ihnen ein Angebot.

Reisedaten

01. April 2026 bis 31. März 2027

Im Preis inbegriffen

  • 21 Hotelübernachtungen
  • 2 Übernachtungen im nostalgischen Motel
  • 1 Übernachtung im Retro-Airstream Wohnwagen
  • 1 Übernachtung im AutoCamp
  • Deutschsprachiges Informationspaket
  • Strassenkarte

Nicht im Preis inbegriffen

  • Mietwagen
  • Mahlzeiten
  • Getränke
  • Allfällige Resort- oder Destination-Fees
  • Weitere optionale Ausflüge und Eintritte
  • Nationalparkgebühren
  • Trinkgelder

Hinweise

Gesamtdistanz: ca. 4900km


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