Gold Rush Tour

Folgen Sie auf dieser Rundreise in einer kleinen Gruppe den Spuren der alten Goldgräber und Glücksritter.

Erleben Sie eine fantastische Wildnis im Land der Mitternachtssonne und der Nordlichter. Wandeln Sie auf historischen Pfaden und auf den legendären Spuren Jack Londons. Bei dieser kombinierten Erlebnistour geht es zunächst mit dem Kanu, dann weiter mit dem Van durch die atemberaubende Natur im hohen Norden Amerikas: Dempster Highway, Goldwaschen in Dawson City, Kanufahren auf dem Teslin- und Yukon River, Wildwasserrafting auf dem Tatshenshini River und die Fährfahrt durch den Lynn-Fjord sind nur einige der Höhepunkte. Wanderungen im herrlichen Kluane Nationalpark und den Tombstone Mountains, die Möglichkeit zur Teilnahme an einem Gletscherflug mit dem Wasserflugzeug sowie an einem Reitausflug sind weitere Attraktionen.

Reisedauer

22 Tage

Teilnehmer

1 - 12

Ab - Bis

Whitehorse

Individuelle Anreise der Teilnehmer nach Whitehorse. Herzlich willkommen in Kanadas Yukon! Begrüssung und Empfang der Reiseteilnehmer am Flughafen und Transfer zum Hotel. Zusammenkunft der Tourteilnehmer, Kennenlernen des Tourguides und Informationsgespräch. Hotelübernachtung in Whitehorse.

Heute beginnt die Erkundungstour auf den Spuren von Jack London. Ganz im Stile der alten Entdecker und Abenteurer geht es los auf einer der klassischen historischen Reiserouten: Mit dem Kanu zunächst auf dem Teslin River und später auf dem weltberühmten Yukon River in Richtung Dawson City, dem Lockruf des Goldes folgend. Abseits der Touristenwege folgen wir hier den Spuren der Geschichte.

Mit dem Van geht es zunächst über den Alaska Highway bis Johnsons Crossing, wo unsere neuntägige Kanutour mit einer gründlichen Einweisung beginnt. Etwa 360 Kilometer legen wir in den nächsten Tagen mit unseren Booten auf den legendären Flüssen zurück. Wir reisen vorbei an alten, verlassenen Siedlungen und Trapperhütten und dringen in eine grandiose Wildnis vor. Immer wieder werden wir unterwegs an die Geschichte des grossen Goldrausches erinnert. Der Weg über den Fluss war seinerzeit die einzige Möglichkeit weiter Richtung Norden vorzudringen und somit ans Ziel der „goldenen" Träume zu gelangen. Wir erleben während dieser Tage Wildnis hautnah und übernachten unterwegs in selbst errichteten Zeltcamps am Ufer des mächtigen Stromes. Auch ein frisch gefangener Fisch bereichert vielleicht einmal unsere Speisekarte. Dann heisst es Holz sammeln und beim Lagerfeuer am Abend lauschen wir den Geschichten des Guides über die Legenden des Yukons. Lernen werden wir von ihm aber auch ein wenig vom Leben und Überleben in der Wildnis. Hier im Busch haben wir vielleicht auch das grosse Glück, einen der riesigen Elchbullen mit seinen mächtigen Schaufeln zu erblicken. Weisskopfseeadler - das Wappentier der Amerikaner - werden hier am Fluss unsere Begleiter sein. Auch kann es jederzeit passieren, dass wir am Flussufer hinter der nächsten Biegung einen Grizzlybären zu Gesicht bekommen. Das lautlose Vorangleiten mit dem Kanu ist wirklich eine fantastische Fortbewegungsweise. Niemals wird es langweilig und überall gibt es Neues zu entdecken.

Unser Van holt uns heute nach Beendigung der Kanutour am Fluss in Carmacks ab und es geht weiter über den Klondike Highway Richtung Norden. Besichtigen werden wir unterwegs die „5-Finger Rapids" - eine gewaltige Stromschnelle, die vielen Raddampfern in der Vergangenheit bei der Navigation zum Verhängnis geworden ist. Wir setzen unsere Reise fort auf dem Dempster Highway. Diese berühmte Schotterpiste ist die einzige Strassenverbindung bis hoch hinauf nach Inuvik, am Polarmeer gelegen. Insgesamt über 730 Kilometer lang. Wir schlagen unser Zelte am Fusse der Tombstone Mountains auf und übernachten hier auf einem herrlich gelegenen Campground. Dieser ist unser Basiscamp für die geplante Hikingtour am Folgetag.

Heute unternehmen wir eine spektakuläre Tageswanderung in dieser so einzigartigen Umgebung. Es ist ein unvergessliches Erlebnis in der Tundra und Gebirgslandschaft. Jede Jahreszeit hat in dieser Gegend ihre ganz besondere Reize. Geradezu überwältigend ist die Verfärbung der Landschaft im Frühherbst. Die Tombstone Mountains haben eine unverwechselbare Keilform und dienten deshalb schon seit jeher als unverwechselbare Landmarke für die frühen Entdecker, Trapper und auch die RCMP-Patrouillen. Das schwarze Basaltgebirge erscheint dem Betrachter hier beinahe wie eine bizarre Mondlandschaft. Nach Beendigung der Wanderung kehren wir zurück zu unseren Zelten und übernachten erneut auf dem Campground. Hier gibt es auch ein sehr informatives Informationscenter mit Ausstellungsstücken der Region zu bestaunen.

Gegen Abend erreichen wir dann Dawson City, die legendäre Goldgräberstadt am Zusammenfluss von Yukon und Klondike River. Dieser Ort war damals das ersehnte Ziel der Stampeder. Auch heute noch wird in der historischen Stadt nach Gold gegraben. Nach einer erfrischenden Dusche stürzen wir uns ins Nachtleben und besuchen bestimmt auch das berühmte Casino Diamond Tooth Gerties mit Spieltischen und Cancan-Dancegirls.

Heute erkunden wir die legendäre Goldgräberstadt an der Mündung des Klondike River. Wir besichtigen den Bonanza Creek, wo als erstes die sagenhaften Nuggets entdeckt wurden. Natürlich versuchen auch wir unser Schürferglück beim Goldwaschen in einer echten Goldmine. Dann statten wir der Jack London Cabin einen Besuch ab. Ein Ausflug zum Midnight Dome, dem Hausberg von Dawson City steht ebenso mit auf dem Programm. Wir besuchen das sehr sehenswerte Goldgräbermuseum und streifen durch den kleinen Ort mit seinen teils noch originalen, teils liebevoll restaurierten hübschen Gebäuden. Wer möchte besucht abends das Palace Grand Theatre mit Musical-Entertainment im Stil der Jahrhundertwende (fakultativ).

Das Abenteuer geht weiter: Wir verlassen die Goldfelder am Klondike und setzen unsere Reise fort auf dem Top of the World Highway. In Dawson City setzen wir mit der Fähre über den Yukon River die Reise fort über den Top of the World Highway. Eine der schönsten und spektakulärsten Höhenstrassen Nordamerikas überhaupt. Wir durchfahren alpine Hochplateaus und erleben eine einzigartige hügelige Landschaft mit borealem Nadelwald und Tundra. Wir überqueren den höchst gelegenen Grenzübergang zwischen Kanada und den USA am Little Gold Creek. Auf dieser Strecke passieren wir so sonderbar klingende Ortschaften wie Chicken, Action Jackson oder Jack Wade Camp. Wir übernachten auf einem schönen Campground in Alaska.

Unsere Fahrt führt weiter über den Alaska Highway bis ins Gebiet des Kluane-Nationalparks und entlang am malerischen Ufer des riesigen Kluane Lakes. Je nach Wetterlage besteht unterwegs die Möglichkeit, zu einem Flug mit dem Buschflugzeug oder auch dem Helikopter zu den Gletschern des Kluane-Massivs (fakultativ). Fest vorgesehen ist ein Stop am Sheep Mountain Visitor Center. In den umliegenden Bergen bestehen beste Chancen, einige der seltenen und scheuen schneeweissen Dallschafe zu Gesicht zu bekommen.

Heute geht es weiter entlang an der Grenze des Kluane Nationalparks. Der Kluane Nationalpark ist nicht nur der grösste Nationalpark Kanadas, sondern er beherbergt neben einer vielfältigen Tierwelt auch das grösste zusammenhängende Gletschergebiet der Erde, von Nord- und Südpol einmal abgesehen. Bis heute ist dieser gewaltige Nationalpark noch weitestgehend unerschlossen und unberührt. Wir schlagen unsere Zelte für 2 Nächte in dieser Region auf.

Von der kleinen Ortschaft Haines Junction aus - unmittelbar am Fusse des Parks gelegen - bestehen hervorragende Möglichkeiten, diese landschaftlich so reizvolle Gegend zu erkunden. Der heutige Tag ist dafür komplett vorgesehen. Wir anderen wandern in den Kluane Park, wo ebenfalls Chancen bestehen, die beeindruckende Tierwelt dieser Bergregion aus der Nähe kennenzulernen. Auch in Haines Junction gibt es nochmals die Möglichkeit, mit dem Buschflugzeug einen schönen Rundflug über den Park und seine Eisfelder zu machen (fakultativ).

Nach einer kurzen Fahretappe am Morgen erreichen wir den Startpunkt für unser nächstes Abenteuer: Wir verbringen einen atemberaubenden Tag beim Rafting auf dem Wildwasser des weltberühmten Tatshenshini River. Sämtliche zusätzliche Ausrüstung, die wir für dieses spritzige Abenteuer benötigen wird uns zur Verfügung gestellt. Nach der rasanten Fahrt schlagen wir unsere Zelte in der Nähe der Million Dollar Falls auf.

Über die Haines Road geht es weiter südlich an die Pazifikküste bis nach Haines/Alaska. Mit Überqueren des Küstengebirges erreichen wir hier eine völlig andere Klimazone. Auf der heutigen Fahrstrecke passieren wir das Tal des Bald Eagles - hier findet man zu bestimmten Jahreszeiten eine besonders hohe Konzentration von Weisskopfseeadlern. Wir verbringen den Tag in dieser reizvollen Landschaft vor der gewaltigen Gebirgskulisse der schneebedeckten Chilkat Mountain Range. Haines gilt als eines der Zentren der Indianerkultur. Auch heute noch spielen die Tlingit-Indianer eine wichtige Rolle. Vielleicht haben wir Gelegenheit, den Totem-Schnitzern bei der Arbeit zuzusehen. Es lohnt auch der Besuch des nahen Theaters, in dem auch traditionelle indianische Zeremonietänze gezeigt werden. Lohnend ist aber auch ein Besuch der im viktorianischen Stil gebauten alten Kapitänshäuser.

Von Haines aus starten wir mit der Fähre durch die bizarre Welt des Lynn Fjords. Mit ein wenig Glück bekommen wir hier die putzigen Seeotter, vielleicht aber auch Papageientaucher und Seelöwen oder sogar Wale vor die Kamera. Schliesslich erreichen wir Skagway, Alaska. Einst das Tor zum grössten Goldrausch aller Zeiten. Hier in der kleinen, am Pazifik gelegenen Hafenstadt, landeten vor über 100 Jahren die meisten der Goldsucher mit Ihren Schiffen aus dem Süden und wähnten sich schon am Ziel ihrer Träume. Aber der weitaus beschwerlichere Teil der Reise zu den Goldfeldern am Klondike sollte von nun erst so richtig beginnen. Doch nicht nur die Natur wollte bezwungen werden. Mehr als einhunderttausend zumeist abenteuerliche Gestalten und Desperados aus aller Herren Länder drängten sich hier auf engstem Raum. Es herrschte eine Stimmung von Neid und Missgunst unter den Neuankömmlingen auf ihrer Suche nach dem legendären Reichtum. In den vielen Saloons herrschte das Faustrecht und auch Schiessereien waren an der Tagesordnung.

Ganz Skagway kann getrost als Open-Air Museum der Goldrauschzeit bezeichnet werden. Fast die komplette Ortschaft mit ihren knapp 800 Einwohnern steht heute unter Denkmalschutz. Auch wir besuchen vielleicht eine der Bars, am besten gleich den „Red Onion Saloon" - zur Goldrauschzeit ein Bordell - und lassen uns bei Live-Musik und einem Drink in die Stimmung der alten Goldgräberzeit zurückversetzen.

Zum Bummel durch die historische Altstadt von Skagway mit vielen noch original erhaltenen Relikten der Jahrhundertwende und der Goldrauschzeit gehört auch der Besuch des Friedhofs, auf dem der Halunke Soapy Smith und Frank Reid begraben sind. Anschliessend machen wir einen Abstecher zum Chilkoot-Trail. Diesen Gebirgspass mussten die Stampeder damals wegen der umfangreichen Ausrüstung und des mitzuführenden Proviants mehrfach bewältigen. Alles in allem beinahe 3000 Streckenkilometer über Gebirge und Geröll. Und das mit 50 Pfund Gepäck auf dem Rücken! Eine grosse Tortour für Mensch und Tier, deren Strapazen viele nicht gewachsen waren. Jack London hat das alles in seinem berühmten Roman „Alaska Kid" fesselnd geschildert. Wir besuchen ebenso den alten Friedhof von Dyea. Hier liegen die Unglücklichen begraben, die ihr grosses Ziel am Bonanza Creek nie erreichen sollten.

Ein weiteres Highlight der Tour (fakultativ) ist die Fahrt mit der historischen Eisenbahn der White Pass & Yukon Route Railraoad, auf einer Strecke quasi parallel zum beschwerlichen Chilkoot Trail. Wie vor hundert Jahren geht es hinauf zum White Pass. Auf der einen Seite tiefe Abhänge, auf der anderen Seite steile Bergklippen. Holzbrücken führen über schwindelerregende Schluchten. Oben am White Pass angekommen, steigen wir um in unseren Tourvan. Nach eindrucksvoller Fahrt durch ständig wechselnde Landschaft geht es wieder zurück in Richtung Whitehorse. Unterwergs stoppen wir noch am Carcross Desert - der kleinsten Wüste der Welt - und natürlich werden wir auch den Emerald Lake bestaunen können. Von den Einheimischen wegen seiner sensationellen Wasserfärbung auch Rainbow Lake genannt. Hotelübernachtung in Whitehorse.

Die Provinzhauptstadt des Yukon bietet am letzten Tag der erlebnisreichen Reise noch einige Möglichkeiten, die nähere Umgebung und einige der lokalen Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Zum Beispiel die längste hölzerne Lachstreppe der Welt oder das Transportation Museum. Lohnend ist auch eine kurze Fahrt mit dem Boot durch den Miles Canyon am Oberlauf des Yukon River. Wer am Ende dieser grossen Rundreise mit den vielen frischen Eindrücken jedoch einfach nur entspannen oder vor der Heimkehr nach Europa noch ein wenig Einkaufen möchte, hat dafür heute Gelegenheit. (Transfer zum Flughafen bzw. Beginn des individuellen Anschlussprogramms).

Preise

Preis pro Person im Doppelzimmer/-zelt CHF 3’150.–
Zuschlag Einzelzimmer/-zelt CHF 370.–

Reisedaten

31. Mai bis 21. Juni 2022

21. Juni bis 12. Juli 2022

12. Juli bis 02. August 2022

02. bis 23. August 2022

23. August bis 13. September 2022

garantierte Termine

Im Preis inbegriffen

  • 2 Hotelübernachtungen
  • Restliche Übernachtungen im Zelt
  • Transfers und Transporte gemäss Reisebeschrieb
  • Geführte Kanutour
  • Fähre Haines - Skagway
  • Geführte Wanderungen
  • Koch- und Campingausrüstung
  • Führung inkl. Goldwaschen in Dawson City
  • Eintritt Casino und Goldgräbermuseum Dawson City
  • Miete und Transporte der Kanus
  • Nationalparkgebühren
  • Campgroundgebühren
  • Wildwasserrafting Tatshenshini River
  • Deutsch- und englischsprachige Reiseleitung

Nicht im Preis inbegriffen

  • Trinkgelder
  • Persönliche Ausgaben
  • Schlafsack und Liegematte
  • Verpflegung (Gemeinschaftskasse)
  • Fakultative Ausflüge
  • Angellizenz

Anforderungen

Erfahrungen in Camping und Paddeln sind von Vorteil aber nicht erforderlich. Diese Touren sind für Paddel-Anfänger sowie für bereits erfahrene Paddler gleichermassen geeignet.

Gemässigte Wanderungen mit leichtem Tagesrucksack, Kurse und Aktivitäten sind auch für Anfänger geeignet, vorgeschriebene Ausrüstung ist inklusive.

Hinweise

Da es sich um eine Reise im Expeditionsstil handelt, sind kurzfristige Änderungen im Reiseverlauf möglich und liegen im Ermessen des Guides.


Die Lebensmittel für die Campverpflegung werden aus der gemeinsamen Essenkasse bezahlt, in die jeder Teilnehmer ca. CAD 75,- pro Woche einzahlt.


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