20.11.2023

Reisebericht | Southeast Alaska mit UnCruise

Unsere Reiseexpertinnen Mirjam und Miriam waren im April 2023, beim Saisonauftakt in Südwest Alaska unterwegs. Im Reisebericht erfahren Sie mehr zu Schiffsreisen UnCruise und die faszinierende Flora und Fauna von Alaska. Lassen Sie sich das nicht entgehen!

 

1. Tag: Ankunft

Zu zweit starten wir in unser Uncruise Alaska Abenteuer. Nach dem Flug mit der Condor via Seattle kommen wir spätabends in Juneau an. 

 

2. Tag: Juneau

Der Morgen steht uns für einen Bummel in Juneau zur Verfügung. Im April ist in der Hauptstadt Alaskas an einem Sonntag nicht allzu viel los. Für den Besuch einiger Souvenirshops, eine kurze Wanderung und dem Probieren des in Juneau gebrauten Gins reicht die Zeit, bevor unser Schiffsabenteuer beginnt. Wir boarden am Nachmittag die Wilderness Explorer, welche die kommenden 7 Tage unser zu Hause sein wird. Die Zweierkabinen sind gemütlich und wir treffen unsere Mitreisenden und die Schiffscrew zu einem ersten Kennenlernen und geniessen ein erstes Mal das feine Nachtessen. 

 

3. Tag: Neka Bay 
Die Wilderness Explorer hat uns über Nacht zu unserem ersten Etappenziel gebracht, der Neka Bay. Pro Tag können wir uns für ein bis zwei Aktivitäten entscheiden, für die wir uns jeweils am Abend vorher anmelden können. Für diesen Tag haben wir uns für das Bushwacking angemeldet, auch wenn wir uns noch nicht genau vorstellen können, was das bedeutet. Wir fassen Gummistiefel und fahren mit dem Zodiac Boot irgendwo an Land, wo wir unsere abenteuerliche Wanderung quer durch den Regenwald beginnen. Die Bedeutung von Bushwacking ist uns nun auch klar: «to travel by foot through uncleared terrain». Über Baumstämme, durch Büsche, Sumpf und über viel Moos sind wir gewandert und geklettert, haben dabei viele verschiedene einheimische Pflanzen bewundert. Die Begeisterung der Guides für die schöne Natur färbt auf uns alle ab und wir geniessen den Ausflug in vollen Zügen. Und auch die ersten Tiere haben wir bereits beobachten können: Weisskopfseeadler und Harbor Porpoises (kleine Tümmler) haben sich uns gezeigt. Nach dem exzellenten Nachtessen lernen wir in den spannenden Vorträgen, die die Guides über die Geschichte, die Flora und Fauna der Region jeweils halten, den Südwesten Alaskas besser kennen. 
 

4. Tag: Haines
Heute ankern wir das einzige Mal in dieser Woche im Hafen einer Ortschaft. Die Kleinstadt Haines ist ein Outdoormekka und auch als «Tal der Adler» bekannt. Die Zahl der ganzjährig ansässigen Weisskopfseeadler beläuft sich auf ca. 400. Die Population steigt in den Monaten Oktober bis Dezember auf über 3500, da sich die Adler in dieser Zeit an späten Lachsläufen erfreuen. Wir entscheiden uns am Morgen für eine Wanderung entlang des Flusslaufes, dort entdecken wir neben vielen Muscheln auch riesige Bärenknochen. Auf dem Rückweg sehen wir neben den Weisskopfseeadler die ersten Buckelwale, was für ein Glück! Auch Seehunde schwimmen rund um die Wilderness Explorer. Nach dem Aufwärmen und einem stärkenden Mittagessen fassen wir die E-Bikes und fahren auf eigene Faust in Richtung Hafen. Auf dem Rückweg statten wir der Bier- und Ginbrauerei im Zentrum noch einen Besuch ab. 

 

5. Tag: Seal Bay
Es wird kalt in Alaska und es schneit. Trotzdem fassen wir die Ausrüstung fürs Kajakfahren und starten unsere ersten Versuche. Leider werden die Wellen schnell zu gross und der Wind zu stark und wir müssen aus Sicherheitsgründen zurück aufs Schiff. Somit gibt es einen Plan B und wir wandern am Nachmittag der Küste entlang.  Auch heute können wir wieder Harbor Porpoises und Seehunde beobachten. Nach der Rückkehr aufs Schiff und dem Aufhängen der nassen Ausrüstung wärmen wir uns im Whirlpool auf dem Deck wieder auf. 

6. Tag: Seal Bay Vol. II
Am Morgen früh werden wir von unserem Kapitän geweckt. Aufgrund von Wetterkapriolen kehren wir kurz vor unserem Ziel – Pavlov Harbor – wieder um und müssen in der Kabine bleiben, bis sich das Meer beruhigt hat. Zu einem verspäteten Frühstück sind wir zurück in der Seal Bay, wo die Bedingungen nach wie vor ruhig sind. Mit dem Skiff (Gummiboot mit Motor) geht es im Regen auf Entdeckungstour. Wir sehen viele riesige Seesterne und einige Weisskopfseeadler. 

 

7. Tag: Tidal Inlet - Glacier Bay National Park
Alle haben schon auf das Highlight der Reise gewartet, den Glacier Bay Nationalpark. Den ersten Tag im Park verbringen wir noch etwas entfernt von den grossen Gletschern in einer einsamen Bucht. Unsere Aktivitäten heute sind Wandern, Skiff und Kajak. Und heute sehen wir auch unseren ersten Grizzlybären, was im April noch eine Seltenheit ist.  Aber auch Buckelwale, Porpoises, Seelöwen, Seeotter, Oystercatcher, Weisskopfseeadler und Mountain Goats (Schneeziegen) zeigen sich uns. 
 

8. Tag: Glacier Bay National Park
Was für ein Tag! Schon vor dem Frühstück erreichen wir den ersten Gletscher, den Margerie Glacier. Wir sind das einzige Schiff in dieser Region und können in aller Ruhe die wundervolle Natur und den majestätischen Gletscher bestaunen. An den vielen Seeotter mit ihren Babys auf dem Bauch können wir uns nicht sattsehen. Wir besuchen auch noch den Grand Pacific, den Lamplugh und den Johns Hopkins Glacier. Wir ankern am Lamplugh Gletscher, um uns diesen etwas näher zu Fuss anzuschauen und warten auf herunterfallende Eisbrocken. Um diese Jahreszeit kalben die Gletscher noch nicht stark, aber auch so haben wir die Möglichkeit, zwischen den phantastischen Eisbrocken vor dem Gletscher zu wandern.  Und wer uns vor der Reise gesagt hätte, dass wir danach beim legendären Polar Plunge mitmachen, den hätten wir wohl ausgelacht. Aber es gehört einfach dazu und direkt vor dem Gletscher ins kalte Meer zu springen ist ein einmaliges Erlebnis! Eigentlich möchten wir alle gerne noch einen Tag länger in dieser wundervollen Region bleiben, aber leider heisst es gegen Abend umkehren, damit wir noch bei Tageslicht an der South Marble Island vorbeifahren können, wo eine riesige Seelöwenkolonie viel Lärm macht. Und als ob wir heute noch nicht genug gesehen haben, entdecken wir noch eine grosse Anzahl an Orcas. Unser Kapitän macht noch eine Extrarunde, damit wir die Orcas in aller Ruhe bestaunen können. Am Abschlussabend nach einem weiteren sehr schmackhaften Nachtessen haben unsere Guides eine kurze Diashow mit den Bildern dieser Woche zusammengestellt und wir können unsere Erlebnisse noch einmal Revue passieren lassen.  
 

9. Tag: Juneau
Wir erreichen Juneau früh morgens. Nach dem Frühstück verabschieden wir uns von unserer Schiffsfamilie und verlassen Juneau in alle Himmelsrichtungen. Für uns heisst das mit dem Bus an den Flughafen und Flug nach Seattle. Dort fahren wir mit dem Zug ins Zentrum und checken in unserem Hotel ein. Wir gehen zu Fuss in Richtung Waterfront, wo wir auf dem Riesenrad die Abendstimmung geniessen und ein letztes amerikanisches Nachtessen geniessen. 

 

10. Tag: Seattle 
Den Morgen verbringen wir in der Downtown von Seattle, wo wir noch ein paar Souvenirs einkaufen, bevor es für den Rückflug in die Schweiz an den Flughafen geht. 

 

Unser Fazit
Auch im April, also in Alaskas Nebensaison, lohnt sich eine Reise nach Alaska und eine Schiffstour auf einem Uncruise Schiff im speziellen auf jeden Fall! Auch im Sommer kann das Wetter in dieser Region unberechenbar sein und gegen die Kälte gibt es ja warme Kleider. Auch waren wir positiv überrascht, wie viele Tiere wir anfangs Saison bereits sichten konnten. Die Begeisterung der Guides für die Natur und Kultur Alaskas ist unbezahlbar und schwappt vom ersten Moment an auf alle Gäste über. Wer gerne an Orte reist, wo es wenig Leute hat, interessiert ist an Flora und Fauna, gerne zu Fuss, auf dem Kajak oder im Skiff unterwegs ist und sich dabei mit feinem Essen verwöhnen lassen will, für denjenigen gibt es nichts Besseres als eine Schifffahrt mit Uncruise vor der Küste Alaskas. Gerne beraten wir euch bei der Planung!