Ka-Za Naturschutzgebiet

Seit dem 18. August 2011 ist das südliche Afrika um ein riesiges Naturschutzprojekt reicher. Die Länder Angola, Botswana, Namibia, Zambia und Zimbabwe haben es sich zur Aufgabe gemacht, durch den Zusammenschluss von insgesamt 36 Nationalparks, Schutzgebieten und Reservaten die nachhaltige Entwicklung des Tourismus und der Wirtschaft sowie den Erhalt der Biodiversität zu fördern. Entstanden ist dabei die Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area (KaZa TFCA). Auf einer Fläche von über 519.000km2 erstreckt sich das grenzüberschreitende Landschaftsschutzgebiet. Durch den Verbund und dem Aufheben der teils durch Zäune begrenzten Territorien sind nun zusammenhängende Naturräume entstanden. Diese Korridore ermöglichen Elefanten und anderen Wildtieren ungehinderte Wanderungen in ihre ehemaligen Verbreitungsgebiete.

Für aktive Naturfreunde, um die unterschiedlichen Schutzgebiete des Ka-Za Projektes kennenzulernen. Unsere speziellen Allrad-Safari-Fahrzeuge machen es möglich, die teils sehr abgelegenen Gebiete zu erreichen. Dazu haben wir Lebensmittel und Trinkwasser an Bord. Die Zeltcamps sind einfach, aber wunderbar gelegen und naturnah. Die Verpflegung wird in der Busch-Küche und über dem Lagerfeuer zubereitet.

Reisedauer

21 Tage

Teilnehmer

6 - 13

Ab - Bis

Windhoek - Lusaka

Nachtflug nach Windhoek mit Ankunft gegen Mittag des Tag 2. Transfer zum Hotel. Stadtrundgang, Besprechung und Vorbereitung der Reise ins Ka-Za Gebiet.1xHotel-ÜN
Tag 3: Unsere Expedition beginnt! Wir fahren gen Norden zum Waterberg Plateau. Wir wandern und erkunden die Hochebene mit ihren unterschiedlichen Vegetationsformen. Ein Highlight ist das Rhino-Tracking mit einem erfahrenen Fährtenleser und Guide. 1xLodge-ÜN.

Erkundung und Tierbeobachtungen im schwer befahrbaren Kaudom Nationalpark. Das Gelände ist eben, unterbrochen von Dünensträngen, die dicht bewachsen sind. Wir beobachten Giraffen, Elefanten und grosse Antilopen wie z.B. Kudu und Eland. Löwen bekommen wir bestimmt auch zu Gesicht. Der Kaudom Nationalpark liegt im südwestlichen Bereich des Ka-Za-Schutzgebietes und ist nicht eingezäunt, so dass die Wildtiere, u.a. Afrikanische Wildhunde entsprechend ihren Lebensgewohnheiten migrieren können. Unser Camp liegt im Bushmann-Land und so nutzen wir die Gelegenheit, die Kultur besser kennen zu lernen. 2xCamp-ÜN Tsumkwe.

Über eine Sandpiste nach Botswana und später auf etwas besserer Strasse zum Okavango-Delta. Unser Ziel liegt im Norden des Deltas, der zentralen Region des Ka-Za Projektes. Der Mahango Game Park gehört zu den jüngsten und kleinsten Naturschutzgebieten Namibias und grenzt an Botswana. Mit einem Mokoro (Einbaum), gesteuert von einem einheimischen Führer, geht es durch das Labyrinth der Wasserwege. Er manövriert uns sicher zwischen grunzenden Hippos und Krokodilen, die faul auf den Sandbänken liegen, hindurch. Bei einer Pirschfahrt entdecken wir Elefanten oder Büffel kreuzen unseren Weg. In den angrenzenden Sumpfgebieten nistet der seltene Scherenschnabel (Klunkerkranich). Zum Sonnenuntergang Bootsfahrt auf dem Kavango-Fluss. 2xZelt-Camp.

Der kaum besuchte Teil des Parks wird Buffalo Core Area genannt und ist bekannt für grosse Büffelherden. Die Kwando Core Area ist der landschaftlich abwechslungsreichste Teil des Bwabwata NP. Von den Hügeln des Fort Doppies beobachten wir die seltenen Letschwe, Sitatunga und Rietbock-Antilopen. Zur Horseshoe-Lagune kommen viele Elefanten zum Trinken und die “kleine Serengeti“ an der Grenze zu Botswana gilt als Gebiet für Raubtiere. Da im benachbarten Chobe NP zu viele Elefanten auf zu wenig Lebensraum treffen, gilt es, die Dickhäuter in andere Regionen zu locken. Angolas Naturflächen bieten hierfür grosses Potenzial. Botswanas “Problem“ kann somit “abwandern” - ihr natürlicher und zaunfreier Migrationsweg führt durch den Caprivistreifen und den Mudumu-Nkasa NP. 2xLodge-ÜN in traumhafter Lage.

Der Mudumu Nationalpark erstreckt sich am Ufer des Kwando-Flusses. Südlich davon gelegen gilt der Nkasa Rupara NP als einer der abgelegensten Nationalparks Namibias. Wir erkunden dieses einzigartige Feuchtgebiet mit seinen verzweigten Wasserarmen per Boot und unserem 4x4 Fahrzeug. Mit Glück bekommen wir die seltene Sitatunga Antilope zu Gesicht, die sehr gut schwimmen kann. Ausserdem beobachten wir Fischadler, die ihre Kreise ziehen. Etwas besonderes ist die exklusive Bootstour auf dem Linyanti-Fluss. 2xÜN in luxuriösem Tented Camp.

Grenzüberquerung und Einreise nach Zambia. Die zweitgrössten Wasserfälle am Zambezi wären mit Sicherheit berühmter geworden, wenn da nicht die Victoria Wasserfälle wären. Sie erstrecken sich hufeisenförmig auf 1km Länge. Wir errichten das Zeltcamp direkt am Ufer des Zambezi an einer traumhaft gelegenen Bucht mit Sandstränden. 2xZelt-ÜN.

Ein wichtiger Aspekt des Ka-Za Projektes beschäftigt sich mit dem Konfliktpotenzial, das aufgrund der unterschiedlichen Interessen und Bedürfnisse des Naturraums immer wieder zwischen Mensch und Tier entsteht. Den Dorfbewohnern und Bauern werden alternative Konzepte vorgestellt, die ein gemeinsames Miteinander mit den Tieren ermöglichen. Das Zusammenlegen von Feldern, Kommunikationsmöglichkeiten zur Warnung vor Elefanten und der Einsatz von „Chilibomben“, welche die Tiere auf sanfte Art von den Gemüsefeldern fernhalten sollen, sind Beispiele, um die Koexistenz zu ermöglichen.

Wir befinden uns in den Western Provinces beim Volk der Lozi. Die Region ist dünn besiedelt, die wenigen Dörfer bestehen aus traditionellen Strohhütten, die Bewohner schüchtern und freundlich. Die Barotse Flutebene mit 50 km Breite und nahezu 250 km Länge ist von natürlichen Kanälen durchzogen und eine Panoramalandschaft. Jedes Jahr werden grossflächig Gebiete überschwemmt, so dass die stolzen Lozi nur in temporären Dörfern leben. Auf tiefsandiger Piste, die nur noch mit 4x4 Fahrzeugen zu befahren ist und mit einer handbetriebenen Fähre (Ponton) über den Luanginga-Fluss. Schon 1880 zum Schutzgebiet durch König Lewanika erklärt, leistet heute die Organisation “African Parks” hervorragende Arbeit im Wildschutz. Der Liuwa Plains NP ist Schauplatz der zweitgrössten Gnu-Migration Afrikas. Geparden, Hyänen und Löwen folgen ihnen. 3xZelt-ÜN im Park mit Zeit für Tierbeobachtung und intensives Natur-Erleben.

Mit einer Fläche von 22.400 km2 ist er halb so gross wie die Schweiz und bildet den nordöstlichen Bereich des Ka-Za. Das Simalaha-Gemeindeschutzgebiet sichert den Elefantenpopulationen des überfüllten Chobe NP einen Zugang zum Kafue NP, in dem noch reichlich Platz für Dickhäuter ist. In der Chunga-Region versuchen wir Löwen und Geparde zu sichten, dazu Antilopen, Zebras und Gnus in ihren unterschiedlichen Lebensräumen: vom Kafue-Fluss durchzogene Savannen, Miombowälder und dichter Mischlaubwald. Mit Booten erkunden wir den Kafue-Fluss und erleben Hippos, Krokodile, Wasservögel und Elefanten. 2xCamp-ÜN.

Nach den erlebnisreichen Wochen durch die unterschiedlichsten Parks des Ka-Za Schutzgebietes lassen wir die Reise in Lusaka ausklingen. 1xÜN in ruhigen Chalets der Wild Dogs Lodge. Rückflug Tag 20, Ankunft in Europa am Tag 21.

Preise

Preis pro Person im Doppelzimmer CHF 5'680.–
Zuschlag Einzelzimmer CHF 450.–
Zuschlag Einzelzelt CHF 180.–
Zuschlag Flug CHF 170.–

Reisedaten

20. Mai bis 09. Juni 2018

17. Juni bis 07. Juli 2018

19. August bis 08. September 2018

16. September bis 06. Oktober 2018

18. November bis 08. Dezember 2018 (Flugzuschlag)

Im Preis inbegriffen

  • Flug ab/bis Frankfurt
  • 2 Übernachtungen Tented Camp Bwabwata NP
  • 2 Übernachtungen Tented Camp Nkasa Rupara NP
  • 2 Übernachtungen Guestlodge Windhoek, Lusaka
  • 1 Übernachtung Bungalows / Lodge
  • 11 Übernachtungen in Zelten, teilweise in Bushcamps
  • Rhino-Tracking Waterberg Plateau
  • 4 Bootstouren Linyanti, Kavango, Kwando und Kafue
  • 3-tägige Expedition Liuwa Plains NP
  • 18x Frühstück
  • 16x Picknick
  • 16x Abendessen
  • Sämtliche Nationalparkgebühren, Permits und Übernachtungsgebühren
  • Rundreise in speziellen Allrad-Safari-Fahrzeugen mit Aufstelldach und garantiertem Fensterplatz!
  • deutschsprachige Reiseleitung und örtliche Führer, Fahrer

Nicht im Preis inbegriffen

  • Flug ab/bis Schweiz
  • Trinkgelder
  • Persönliche Ausgaben

Hinweise

Je nach Reisetermin umgekehrter Reiseverlauf möglich