Vulkane, Bären & Kurilensee

Einzigartige Pionierreise zwischen der Glut heisser Vulkane und den Grizzly-Bären am Kurilensee im Süden Kamtschatkas. Mehrtägige Flusswanderung in der absoluten Wildnis der subarktischen Urlandschaft des Opala-Flusses. Zum Schutzgebiet des Kurilensees ins Land der Großbären. Per Helikopter über die Urwelt der Vulkane und einsamen Gebirgslandschaften Südkamtschatkas. Wildnisexpedition für aktive und belastbare Abenteurer.

Eine Pionierreise und Expedition für aktive Naturfreunde, die das echte Abenteuer nicht scheuen. Sehr einfache Verhältnisse, Abhängigkeit vom Wetter und tagelange Abgeschiedenheit in unerreichbarer Wildnis können diese Tour zu einer anstrengenden Belastung werden lassen. Die Anforderungen an Flexibilität, Komfortverzicht und Teamgeist sind sehr gross. Um die gesamte Erlebnispalette dieser Reise geniessen zu können, müssen Sie eine abenteuerliche Einstellung mitbringen. Während der Flusswanderung kann nur das Allernötigste an Ausrüstung mitgeführt werden, gekocht wird über dem Lagerfeuer, Benutzung von «Busch-Toiletten» ist der Normalfall und man sollte auf jeglichen Komfort verzichten können. Hier heisst es mit anpacken, wenn z.B. das Gepäck verladen oder das Camp aufgebaut wird. Belohnt werden Sie durch unverfälschte Natur in einem Gebiet dieser Erde, das sich bis vor kurzem noch völlig abgeschieden von der Aussenwelt entwickelt hat. Der logistische Aufwand für diese Reise ist enorm – daher der relativ hohe Reisepreis. Jeder Termin dieser Reise muss als Pioniertour betrachtet werden. Für die Flusswanderung sind keine Vorkenntnisse erforderlich, aber die Freude und der Wille, viele Tage abseits der Zivilisation verbringen zu wollen und zu können, sind unabdingbar!

Reisedauer

18 Tage

Teilnehmer

10 - 12

Ab - Bis

Petropavlovsk

Linienflug via Moskau oder St. Petersburg nach Petropavlovsk. Empfang durch unseren Reiseleiter und die örtliche Begleitcrew. Wir beginnen die Reise mit einem deftigen Schaschlik am Hafen und einer kurzen Orientierungsfahrt durch Petropavlovsk. Am Abend Besprechung der Tour. Übernachtung in Petropavlovsk.

Schon am nächsten Tag geht es bepackt mit Proviant und Ausrüstung in unserem Allrad-Lkw durch das bezaubernde Paratunka Tal gen Süden, in die Caldera zwischen den aktiven Vulkanen Mutnovski und Gorely. Wir steigen entlang eines Flusslaufes in den Krater des Mutnovski, wo wir Zeugen eines überwältigenden Naturschauspiels werden: dampfende Fumarolen blasen zwischen Schnee und Eis mächtige Säulen heisser Gase in die Atmosphäre; ein Hängegletscher reicht mit seiner Eiszunge bis auf den Grund des Kraters herab, und nur wenige hundert Meter weiter liegt der Kratersee mit bis zu 500 Grad heissen Gasen. Am nächsten Tag schlagen wir unser Zeltcamp am Fluss Opala auf. Letzter Check der Ausrüstung und Verladung auf die Boote. Unser grosses Abenteuer kann beginnen...

Als glasklarer Gebirgsfluss, der in der Nähe des Gorely Vulkans entspringt, schlängelt er sich durch die Wildnis bevor er nach 160km ins Ochotskische Meer mündet. Der Opala Fluss ist einer der beeindruckendsten Flüsse und einer der wichtigsten Laichplätze Kamtschatkas; alle sechs Lachsarten ziehen im Sommer den Fluss hinauf, dazu diverse Forellenarten und Saiblinge. Während der nächsten Tage bewegen wir uns fernab jeglicher Zivilisation, tauchen ab in eine unberührte Wildnis und nehmen uns alle Zeit der Welt für ein intensives Erleben der Natur. Von unseren Schlauchbooten aus erleben wir die vorbeiziehende Landschaft mit ihren majestätischen Vulkanen, die unendliche Weite und mit etwas Glück kann man Kamtschatkas Braunbären beim Lachse fischen oder bei der Beerensuche beobachten.

Ein Naturschauspiel erleben wir, wenn der Fluss an einem der wohl majestätischsten und schönsten Vulkane Kamtschatkas vorbeizieht. Mit einer Höhe von 2460 Metern thront der gleichnamige Vulkan Opala über dem Fluss und scheint uns in den «Schatten zu stellen». Mit seiner ursprünglichen wilden Natur, der beeindruckenden gebirgigen Landschaft, den üppigen Birkenwälder und hohen Gräsern lässt die Expedition auf dem Opala Fluss niemanden unbeeindruckt. Viele Tage voller Wildniserfahrung im Land der Bären und Vulkane, da, wo nur der Fluss selbst einen Weg durch die Wildnislandschaft bildet. Doch nicht immer geht es nur gemächlich flussabwärts zum ochotskischen Meer. Vorbei an heissen und kalten Quellen begegnen wir auch den ein oder anderen aufregenden Wasserstromschnellen. Diese Flusswanderung ist für echte Abenteurer und Menschen die einmal eine Pause von der Zivilisation suchen. Hier in der Wildnis und Abgeschiedenheit lernt man das «Outbackfeeling» kennen und die unerschöpfliche Weite und Melancholie dieser imposanten Landschaft lässt einen den Alltag vergessen. Am Ende der Tage bauen wir unser Camp am Flussufer oder auf Sandbänken auf, angeln uns das Abendessen und lassen den Tag am knisternden Lagerfeuer und mit frisch gegrilltem Lachs ausklingen. Naturgenuss pur! (Frühstück/Mittagessen/Abendessen)

Nach Tagen in der einsamen Wildnis erreichen wir das Ochotskische Meer. Ausrüstung und Boote werden im Fahrzeug verstaut und die Fahrt geht zunächst gen Süden durch Flussläufe und auf abenteuerlichen Sandpisten entlang des Meeres. Landeinwärts gelangen wir zum malerisch gelegenen Ort Pauzhetka. Eingerahmt von Vulkanen geniessen wir das Panorama bei einem Bad in heissen Quellen.

Unser Allrad-LKW bringt uns noch ein Stück gen Osten, bevor wir uns auf eine ca. 12km lange Wanderung aufmachen. Am Nachmittags ist er erreicht, der sagenumwobene Kurilensee, die «Perle Kamtschatkas». Er füllt eine mächtige Caldera, die vor tausenden von Jahren beim Einbrechen der Flanken eines Vulkans entstand. Das Panorama ist grandios: über dem himmelblauen See mit seiner sattgrünen Ufervegetation thronen in der Ferne die Vulkane Iljinski und Koseleva. Der Kurilensee ist einer der wichtigsten Laichgründe für Lachse. Dies stellt die günstige Vorraussetzung für die Beobachtung der Bären dar, die an den Ufern stehen und ein reiches Nahrungsangebot finden. Wir nehmen uns genügend Zeit für diese faszinierenden Tiere in herrlicher Kulisse. 3 Übernachtungen in fest installierten Gruppenzelten.

Tag 14: Ausgiebige Beobachtung der grossen Kamtschatka-Braunbären von verschiedenen Beobachtungstürmen und –plattformen. Am Nachmittag geht es mit einem örtlichen Parkranger auf Bootsexkursion zum Canyon «Boot von Kultuk». Übernachtung wie Vortag.

Tag 15: Ein Inspektor des Naturreservates «SüdKamtschatka» begleitet uns mit seinem Wissen auf einer weiteren Bootsexkursion zu versteckten Buchten, in denen sich hoffentlich viele Bären und Lachse beobachten lassen. Der Tag klingt aus in der Ruhe und Abgeschiedenheit Süd-Kamtschatkas. Übernachtung wie Vortage.

Am Vormittag noch Gelegenheit zur letzten Bärenbeobachtung; dann heisst es Abschied nehmen von dem einzigartigen Kurilensee. Dieser See liegt vollkommen abgeschieden in der Wildnis Kamtschatkas und ist nur mit einem Helikopter erreichbar, der uns in ca. 1 Stunde zurück nach Petropavlovsk bringt. Bei guten Wetterbedingungen können wir die vulkanisch geprägte Landschaft Süd-Kamtschatkas mit ihren aktiven und erloschenen Vulkanen, Bergketten, Flüssen, Seen und Wäldern sehen und je nach Flugroute gelingt uns sogar der Einblick in den vergletscherten Krater des Mutnovski Vulkans.

Am Vormittag Besichtigung des vielseitigen Fischmarktes, bevor es am Nachmittag heisst «Leinen los» zu einer ca. 3-stündigen Bootstour über die Avatcha Bucht. Am Eingang zur Bucht stehen die bekannten Felsen der «Drei Brüder». Eine Legende der Ureinwohner Kamtschatkas sagt, dass diese Felsen früher schöne Jünglinge waren, die ihr Volk vor Tsunamis schützten. Der Anblick auf die Felsen – im Hintergrund die Stadt Petropavlovsk und die hohen Vulkane, die sich bei schönem Wetter auf der Meeresoberfläche spiegeln. Bei ruhiger See erreichen wir einige Vogelkolonien. Hier können wir Seevögel und vielleicht sogar Riesenseeadler beobachten, während sich auf einem Felsen der Stellersche-Seelöwe räkelt. Hotelübernachtung in Petropavlovsk.

Abflug am Vormittag des Tag 18 und Ankunft am Abend des gleichen Tages.

Hinweis: Im Falle von ungünstigen Wetterbedingungen am Tag des Hubschrauberfluges erteilt die Flugaufsicht möglicherweise keine Start- und Landegenehmigung; in diesem Fall dient Tag 17 als Verfügungstag. So kann es sein, dass am Kurilensee 1 Tag verlängert wird und das Programm in Petropavlovsk entfällt.

Im Preis inbegriffen

  • Flug ab/bis Frankfurt
  • 3 Übernachtungen in Gästehäusern
  • Restliche Übernachtungen im Zelt
  • Helikopterflug vom Kurilensee über Süd-Kamtschatka nach Petropavlovsk
  • 6-tägige Flusswanderung Opala-Fluss inkl. Bootsführer, Guides und Koch
  • 4-tägige Exkursion zur Bärenbeobachtung am Kurilensee
  • Vollverpflegung Tag 5 bis 10
  • Sämtliche Landtransfers
  • Begleitmannschaft, Guides, Koch
  • Bootstour über die Avatcha Bucht
  • Sämtliche Genehmigungen vor Ort
  • Registrierungskosten
  • Nationalparkgebühren
  • Deutschsprachige WIGWAM-Reiseleitung

Nicht im Preis inbegriffen

  • Flug Schweiz - Frankfurt - Schweiz
  • Visum
  • Trinkgelder
  • Persönliche Ausgaben

Anforderungen

Die Anforderungen an Flexibilität, Komfortverzicht und Teamgeist sind sehr gross.

Hinweise

Da es sich um eine Reise im Expeditionsstil handelt, sind kurzfristige Änderungen im Reiseverlauf möglich und liegen im Ermessen der Reiseleitung.