Steffi
weckt Alexander und mich wie abgemacht um viertel nach neun, indem sie an unsere Tür
klopft. Wir stehen schnell auf, denn um halb elf wollen wir am Flugplatz sein, denn
Steffis Flugzeug startet um halb zwölf. Zum Glück öffnet das Bayside Restaurant dieses
Jahr schon morgens um acht, so können wir noch einen Kaffee zusammen trinken. Nach dem
Kaffee machen wir uns schnell auf den Weg zum Flugplatz. Heute ist das Wetter in Kotzebue
kalte und regnerisch, es weht ein starker Wind.
Nachdem Steffi eingecheckt hat, verabschieden wir uns ihr und gehen ins Hotel zurück.
Alexander und ich essen ein herzhaftes Frühstück. Danach beschliessen wir eine
Strandwanderung zu machen. In Kotzebue kann man fast unendliche Strandwanderungen in
Richtung Süden machen. Wir ziehen uns warm an, denn der starke Sturmwind hat noch nicht
nachgelassen. Unsere Wanderung führt uns zuerst durch die sogenannte "South Tent
City" - die Zeltstadt - welche hinter dem Flugplatz liegt. Diese Zeltstadt ist ein
trostloser Ort, hier wohnen die ärmsten der armen Einwohner von Kotzebue in Zelten und
Baracken. Wir wandern zirka fünf bis sechs Kilometer bis zu einer verlassenen
Langstrecken- Radarstation der US Army. Diese Radarstation überwachte während des kalten
Krieges einen Grossteil des russischen Luftraumes. Mit Freude bemerken wir, dass am
Abbruch dieser Station gearbeitet wird. Einige Arbeiter, die uns bemerken, bieten uns eine
Mitfahrgelegenheit zurück nach Kotzebue an. Wir nehmen das Angebot dankend an. In
Kotzebue besichtigen wir noch einen 4x4 Fahrzeug- und Bootsmotorenhändler und nach einem
kurzen Aufenthalt im Hotel wird es auch für Alexander Zeit auf den Flugplatz zu gehen.
Sein Flug verlässt Kotzebue um viertel vor sieben. Ich bringe Alexander auch zum
Flugplatz. Nachdem Alex abgeflogen ist, setze ich mich zufrieden ins Bayside Restaurant
und esse noch einen Hamburger. Ich bin froh, dass mein fünfter Noatak-Trip ohne
Unfälle oder andere negative Ereignisse zu Ende gegangen ist.
Ich beschliesse, heute einmal etwas früher ins Bett zu gehen, denn kaum sind alle Gäste
und die Anspannung von der Verantwortung weg überflällt mich meistens eine starke
Müdigkeit. 

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Steffi und Alexander auf dem Weg zum Flugplatz

Ein altes Schiff am Strand

Der Strand vor dem Bayside Restaurant. |