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Freitag,
31.7.1998

Der heutige Tag fängt an,
wie der letzte sich verabschiedete: mit paddeln. Die Nachfahrt geht weiter; wir machen uns
die Windstille zu Nutze. Von der Angst angetrieben, die "Deutschen" könnten uns
auf ihren "Gummisusis" ein- oder gar überholen, geht es flott voran. Doch neben
der Paddlerei geniessen wir es Karibus zu beobachten oder die sensationelle nächtliche
Stimmung fotografisch festzuhalten. Trotz all der Euphorie machte sich gegen 02.00 Uhr die
Müdigkeit bemerkbar. So fiel ein Berner Oberländer er sei aus Gründen der
Diskretion nicht namentlich erwähnt beinahe aus dem Boot, als er sich vom Ufer
abstossen wollte. Also legten wir an, errichteten unser Nachtlager und genehmigten uns
eine letzte Tasse Kaffee, vor dem Pennen. Und wie wir so dastanden und unser Gebräu
schlürften, legten via à vis unseres Camps die Bayern an sie hatten es sich zum
Ziel gesetzt, uns einzuholen, was sie sichtlich geschwächt auch schafften. Wir
schlüpften in unsere Säcke und schliefen bis zum Morgengrauen, das heisst bis ca. 10.30
Uhr. Bei strahlendem Sonnenschein, liessen es sich die meisten nicht nehmen, ausgiebig zu
baden und sich ob nötig oder nicht wieder einmal die Pommes Frites zu
waschen. Eher unüblich war, dass einer der grössten Vielfrasse beinahe, das ZMorge
verschlief und sich erst gegen Mittag dazu entschliessen konnte, aus dem Zelt zu kriechen.
Am frühen Nachmittag nahmen wir dann unsere Tagesetappe in Angriff und paddelten los.

Freitag, 31.7.98 Mittagszeit |
Gute 500m
flussabwärts wurde uns wieder bewusst, dass wir im Bärenland sind: Die sterblichen
überreste eines Karibus zeugten davon, dass sich hier ein Petz hier ein schmackhaftes
Nachtessen leistete. Ansonsten verlief die Fahrt ohne nennenswerte Ereignisse und so kam
es, dass nach einer schier unmenschlichen Rüstaktion bereits um 20.00 Uhr eine prima
Gmües; Schinken- und Käsesuppe in den Tellern hatten. Im Anschluss an dieses Mahl
fröhnte Mischu einer geheimen Leidenschaft und backte unter fachkundiger Leitung ein
Brot. Zur Feier des Tages dann Alex, Thömu, Hans-Jürg und ich noch auf ein
"Hübi" und genossen so die Abendstimmung. Mit einem Nachtbad beschlossen Thömu
und Hans-Jürg den Tag und auch ich legte mich ins Zelt.

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