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2.8.
Zum Morgenessen gab es heute Bannock (eine Art Teigfladen). Nachdem
wir wie immer alles abgebrochen und verladen hatten, ging es weiter
in die Berge hinein. Die Berge und wir selber im Kanu, das ist
schon etwas ganz Spezielles. Vor allem der Gegensatz aus der flachen
Ebene in die Berge ist eindrücklich. Während des Paddelns holten
sich Dominique und Hanspeter zweimal gefüllte Stiefel, weil sie
ihr Kanu losreissen mussten, nachdem sie auf Grund aufgelaufen
waren. Nun folgte Platsch.
Gegen Abend wurden alle recht müde, unsere Kräfte liessen nach,
und man sah uns die Erschöpfung an den roten - und zum Teil auch
heissen - Köpfen an. Schliesslich erreichten wir das Etappenziel
aber doch noch. Hajot glaubte sich entschuldigen zu müssen, als
er merkte, dass einige am Limit der Belastung liefen. Aber nach
dem Nachtessen, das erneut ausgezeichnet war, ist die ganze Angelegenheit
bereits Schnee von gestern. Zum Abendessen gab es einen multigemischten
Salat, backed potatoes und Schinken vom Grill, dazu diverse Saucen,
ein richtiges Festessen. Nach dem Essen wurden Bobolis und Wehwelis
beseitigt. Mit Nadeln wurden Blattern geleert und Holzbalken aus
den Fingern entfernt. Danach folgte die traditionelle Bisquitschlacht
mit Tee und heisser Schokolade. Nun ist es bereits wieder 0.30
Uhr und wir machen uns für die Penntüte bereit. Das Schlafen fällt
mir ein bisschen schwer, wenn es noch so hell ist. Dennoch geniessen
wir alle, dass es kaum dunkel wird. Gute Nacht. Matthias
3.8.
Rückenwind sei Dank! Heute war uns der Wind wohlgesinnt und blies
uns die Haare ins Gesicht - dies ersparte uns viele Minuten Paddeln.
Zudem floateten wir immer dem schlechten Wetter davon. Bereits
um 5 Uhr erreichten wir den Lagerplatz vor dem Grand Canyon. Das
Gebastel ums Plachenzelt beschäftigt die Männer, wunderbar fabrizierte
Verankerungen buhlen um die Wette. Hanspeter will bereits um 6
Uhr Nachtessen, Dominique ächzt sich in die Steine.

Bereits
zum dritten Mal fällt der Masten um, doch Toni ersetzt ihn wagemutig.
Hajot kämpft mit der Bedienung des GPS, und jetzt wird ge(fred)meyert.
Die Zahl 61 wird erstaunlich oft gewürfelt, und Hajot sammelt
grosse 10-er Steine. Daniela
4.8.
Ruhetag, d.h. paddelfreier Tag. Es kursieren allerhand Ideen,
was man unternehmen könnte. Am Morgen weckt uns das Trommeln des
Regens auf die Zelte und niemand hat Eile, aufzustehen. Der Wind
dreht auf West und Westnordwest und treibt tiefe Wolken und reihenweise
Regenschauer zwischen den Bergen hindurch in unser Tal. Nach ausgedehntem
Pancake-Frühstück backen Dominique und Hajot wieder Brot. Die
geplante Wanderung auf einen nahen Hügel wird vorerst verschoben.
Während gut drei Stunden versuchen Matthias und Toni unser nächstes
Menu mit Fisch zu bereichern - umsonst. Mehrmals werden wir von
einer Cessna auf Schwimmern überflogen. Bringt oder holt sie Touristen
irgendwo vom Fluss? Im Laufe des Tages treiben drei andere Partien
an uns vorbei. Zum Nachtessen kreiert Hajot wieder seine ausgezeichneten
Pizzas. Ein einstündiger, spätabendlicher Spaziergang beschliesst
den Tag. In der Ferne heulen Wölfe. Toni
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