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  Reisebericht Arctic Circle 2000
Schlauchboottour auf dem Middle Fork Koyukuk

 
         

Teilnehmer:

Viktoria Böni
Peter Böni
Brooks (Guide)
Rolf Meyer (Guide)

 

     
  Übersichtskarte    
         

BROOKS RANGE, KOYUKUK-RIVER - EIN TRAUM WIRD WAHR !!!

Bei ziemlich bewölktem Wetter treffen wir in Coldfoot ein. Mit dem Flugzeug werden wir direkt zur Gravelbar gefahren und das gesamte Gepäck wird über die Geröllhalde zum Fluss transportiert. Dann heisst es Boote aufpumpen, Gepäck verstauen und schon geht's los. Nach rund 1 1/2 Stunden floaten und paddeln finden wir einen hübschen Platz zum Campen. Vor uns haben diesen Ort schon andere entdeckt, denn wir sehen Bären-, Wolf- und Elchspuren. Nach dem Zeltaufstellen und Holzsuchen üben sich Viktoria und Peter im Risotto kochen.

Nach einer ruhigen Nacht (ohne Bärenbesuch) frühstücken wir genüsslich und brechen dann auf. Wir geniessen das gemütliche Floaten auf dem Koyukuk. Brooks und Christian versuchen sich als Fischer - leider erfolgslos. Unterwegs gibt es einen Stop bei der Alaska-Pipeline und wir halten auch bei der Tramway-Bar, um das damalige Goldabbaugebiet zu erkunden. Ein Stichwort für Insider: Steinspiele!!! - oder das Kind im Manne ... Wir geniessen die total idyllische Ruhe beim Paddeln durch den Canyon. Erst um ca. 21.00 Uhr erreichen wir heute unseren Campground. Zum Znacht ein richtiges, schweizerisches Menue: Älplermaccronen und Apfelmus. Der anschliessende Schlummertrunk darf natürlich auch heute nicht fehlen und so legen sich die müden Häupter erst um ca. 2.00 Uhr ins Zelt.

Heute muss uns Brooks das Frühstück zubereiten: pancake with maple-sirup - ein Gedicht! Da wir heute endlich einmal Fisch essen möchten, sind Brooks, Christian und Rolf während Stunden damit beschäftigt, die Angelrute zu schwingen und das Blei zu waschen. Nebenbei fangen sie doch noch ein paar graylings (Aeschen). Dank eines kurzen Regenschauers kommen wir in den Genuss, die Canyon-Eulen zu sehen, die uns Rolf für gestern versprochen hat. Es ist einfach fantastisch, denn wir haben genügend Zeit, um diese wunderschönen Tiere in Ruhe beobachten zu können. Auf einer Gravelbar geniessen wir die köstlich fritierten Fische aus der Goldwaschpfanne. Dazu Pasta alla Rolf mit viel, viel Sardellen, noch mehr Oliven, ein wenig Tomatenpurée, Pilzen und Bouillon, aber ohne Artischocken. Da es erst ca. 22.30 Uhr ist, fahren wir noch etwas weiter, denn wir wollen die Abendstimmung auf dem Fluss erleben. Das Wetter ist uns gut gesinnt, denn es klart auf und wir paddeln an verschiedenen beaverlodges vorbei. Dabei schauen wir diversen Bibern beim Schwimmen und Tauchen zu. Die Sonnenuntergangs-Stimmung ist fantastisch, absolut traumhaft - die Moskitos weniger, und leider hat es Millionen von diesen Biestern!!! Um Ca 1.00 Uhr finden wir einen tollen Platz zum Zelten. Zuerst kochen wir uns einen Kaffee, dann kommt Rolf als Bäckermeister zum Zug - die Gäste wünschen schliesslich wie in jedem guten Hotel frisches Brot zum Frühstück (Ein Hoch auf die Goldwaschpfannen). Lange nach dem Sonnenaufgang, d.h. morgens um vier Uhr legen wir uns schlafen.


Frisches Brot, Sonnenschein und keine Moskitos, besser kann ein Tag gar nicht beginnen. Nach kurzem Paddeln sehen wir aber schon die ersten Gewitterherde und können den Regen fast riechen. Auf der "Lunch"-Gravelbar, die mit wunderschönen Jade-Steinen überhäuft ist, zeigt sich die Sonne noch ein letztes Mal, bevor sich uns das nächste Gewitter bedrohlich nähert. Jetzt können auch wir dem Regen nicht mehr ausweichen, aber nach rund einer Stunde paddeln im Nieselregen erreichen wir Evansville und können kurz darauf unsere Boote parkieren. Nach einem 10-minütigen Spaziergang kommen wir einigermassen trocken in Bettles an. Kaum sitzen wir in der Lodge und wärmen uns bei einem heissen Kaffee auf, da öffnet Petrus die Schleusen über Bettles. Trotz Blachen wird unser Gepäck innert kürzester Zeit völlig durchnässt. Nach einer ausgiebigen Dusche wird genüsslich gespielt: Claudia, Christian, Viktoria und Peter üben sich im Yatzi (würfeln) und nach dem Nachtessen ist action time: Claudia, Viktoria, Peter und Rolf versuchen, beim Ligretto-Spiel die Nerven nicht zu verlieren! (Das Spiel eignet sich nicht für Herzkranke oder gemütliche Berner mit langsamem Reaktionsvermögen.)

Nach einem ausgiebigen Frühstück aus der Küche der Bettles-Lodge heisst es bereits packen und Abschied nehmen. Wir haben aber noch genügend Zeit, um Bettles zu besichtigen, denn wir sind ja in Alaska und hier gelten spezielle Flugpläne. So fliegen wir irgendwann im Verlauf des Nachmittags nach Fairbanks.

Wir genossen eine wunderschöne Zeit in einer traumhaften Umgebung und wir werden noch lange von den Erinnerungen und Eindrücken zehren.

Vielen herzlichen Dank an unsere beiden Guides:

Brooks / Rolf - it was really great !!!

Viktoria und Peter Böni

 

 

 

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