 |
BROOKS
RANGE, KOYUKUK-RIVER - EIN TRAUM WIRD WAHR !!!
Bei
ziemlich bewölktem Wetter treffen wir in Coldfoot ein. Mit dem
Flugzeug werden wir direkt zur Gravelbar gefahren und das gesamte
Gepäck wird über die Geröllhalde zum Fluss transportiert. Dann
heisst es Boote aufpumpen, Gepäck verstauen und schon geht's los.
Nach rund 1 1/2 Stunden floaten und paddeln finden wir einen hübschen
Platz zum Campen. Vor uns haben diesen Ort schon andere entdeckt,
denn wir sehen Bären-, Wolf- und Elchspuren. Nach dem Zeltaufstellen
und Holzsuchen üben sich Viktoria und Peter im Risotto kochen.

Nach
einer ruhigen Nacht (ohne Bärenbesuch) frühstücken wir genüsslich
und brechen dann auf. Wir geniessen das gemütliche Floaten auf
dem Koyukuk. Brooks und Christian versuchen sich als Fischer -
leider erfolgslos. Unterwegs gibt es einen Stop bei der Alaska-Pipeline
und wir halten auch bei der Tramway-Bar, um das damalige Goldabbaugebiet
zu erkunden. Ein Stichwort für Insider: Steinspiele!!! - oder
das Kind im Manne ... Wir geniessen die total idyllische Ruhe
beim Paddeln durch den Canyon. Erst um ca. 21.00 Uhr erreichen
wir heute unseren Campground. Zum Znacht ein richtiges, schweizerisches
Menue: Älplermaccronen und Apfelmus. Der anschliessende Schlummertrunk
darf natürlich auch heute nicht fehlen und so legen sich die müden
Häupter erst um ca. 2.00 Uhr ins Zelt.


Heute
muss uns Brooks das Frühstück zubereiten: pancake with maple-sirup
- ein Gedicht! Da wir heute endlich einmal Fisch essen möchten,
sind Brooks, Christian und Rolf während Stunden damit beschäftigt,
die Angelrute zu schwingen und das Blei zu waschen. Nebenbei fangen
sie doch noch ein paar graylings (Aeschen). Dank eines kurzen
Regenschauers kommen wir in den Genuss, die Canyon-Eulen zu sehen,
die uns Rolf für gestern versprochen hat. Es ist einfach fantastisch,
denn wir haben genügend Zeit, um diese wunderschönen Tiere in
Ruhe beobachten zu können. Auf einer Gravelbar geniessen wir die
köstlich fritierten Fische aus der Goldwaschpfanne. Dazu Pasta
alla Rolf mit viel, viel Sardellen, noch mehr Oliven, ein wenig
Tomatenpurée, Pilzen und Bouillon, aber ohne Artischocken. Da
es erst ca. 22.30 Uhr ist, fahren wir noch etwas weiter, denn
wir wollen die Abendstimmung auf dem Fluss erleben. Das Wetter
ist uns gut gesinnt, denn es klart auf und wir paddeln an verschiedenen
beaverlodges vorbei. Dabei schauen wir diversen Bibern beim Schwimmen
und Tauchen zu. Die Sonnenuntergangs-Stimmung ist fantastisch,
absolut traumhaft - die Moskitos weniger, und leider hat es Millionen
von diesen Biestern!!! Um Ca 1.00 Uhr finden wir einen tollen
Platz zum Zelten. Zuerst kochen wir uns einen Kaffee, dann kommt
Rolf als Bäckermeister zum Zug - die Gäste wünschen schliesslich
wie in jedem guten Hotel frisches Brot zum Frühstück (Ein Hoch
auf die Goldwaschpfannen). Lange nach dem Sonnenaufgang, d.h.
morgens um vier Uhr legen wir uns schlafen.




Frisches
Brot, Sonnenschein und keine Moskitos, besser kann ein Tag gar
nicht beginnen. Nach kurzem Paddeln sehen wir aber schon die ersten
Gewitterherde und können den Regen fast riechen. Auf der "Lunch"-Gravelbar,
die mit wunderschönen Jade-Steinen überhäuft ist, zeigt sich die
Sonne noch ein letztes Mal, bevor sich uns das nächste Gewitter
bedrohlich nähert. Jetzt können auch wir dem Regen nicht mehr
ausweichen, aber nach rund einer Stunde paddeln im Nieselregen
erreichen wir Evansville und können kurz darauf unsere Boote parkieren.
Nach einem 10-minütigen Spaziergang kommen wir einigermassen trocken
in Bettles an. Kaum sitzen wir in der Lodge und wärmen uns bei
einem heissen Kaffee auf, da öffnet Petrus die Schleusen über
Bettles. Trotz Blachen wird unser Gepäck innert kürzester Zeit
völlig durchnässt. Nach einer ausgiebigen Dusche wird genüsslich
gespielt: Claudia, Christian, Viktoria und Peter üben sich im
Yatzi (würfeln) und nach dem Nachtessen ist action time: Claudia,
Viktoria, Peter und Rolf versuchen, beim Ligretto-Spiel die Nerven
nicht zu verlieren! (Das Spiel eignet sich nicht für Herzkranke
oder gemütliche Berner mit langsamem Reaktionsvermögen.)
Nach
einem ausgiebigen Frühstück aus der Küche der Bettles-Lodge heisst
es bereits packen und Abschied nehmen. Wir haben aber noch genügend
Zeit, um Bettles zu besichtigen, denn wir sind ja in Alaska und
hier gelten spezielle Flugpläne. So fliegen wir irgendwann im
Verlauf des Nachmittags nach Fairbanks.
Wir
genossen eine wunderschöne Zeit in einer traumhaften Umgebung
und wir werden noch lange von den Erinnerungen und Eindrücken
zehren.
Vielen
herzlichen Dank an unsere beiden Guides:
Brooks / Rolf - it was really great !!!
Viktoria
und Peter Böni
|